Wenn sich Spielepublisher mit Musikern im Rechtsstreit befinden, ist meist der Publisher der Angeklagte. Das Gegenteil ist jetzt bei Ubisoft und den Black Eyed Peas der Fall.

Aktuelles - Ubisoft reicht Klage gegen die Black Eyed Peas ein

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Für Xbox 360 und Wii hat Ubisoft Black Eyed Peas - The Experience veröffentlicht
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Ubisoft hat mit Label BEP Music eine Lizenzvereinbarung abgeschlossen, wodurch der Publisher exklusiv über die weltweiten Rechte verfügt, unter anderem die Namen und das Aussehen der Bandmitglieder für die Entwicklung von Videospielen zu verwenden. Und zwar auf allen existierenden und zukünftigen Handhelds, Heimkonsolen und iOS-Plattformen.

Im Vertrag heißt es auch, dass BEP Music nach dem Vorlegen eines neuen Spiels diesem innerhalb von zehn Tagen entweder grünes Licht geben oder eine Änderung daran beantragen würde.

Im März legte Ubisoft ein iOS-Spiel vor, das selbst nach mehreren Anfragen bis heute nicht akzeptiert oder abgelehnt wurde. Darin sieht der Konzern einen Vertragsbruch und geht deshalb nun vor Gericht.

Es sei ein Schaden von über einer Million Dollar entstanden, wobei darin neben den Entwicklungskosten, die mit 181.000 Euro beziffert werden, auch der Gewinn enthalten ist, den Ubisoft bereits verloren hat und noch verlieren wird.

Ein anderer Rechtsstreit mit der Musikbranche, zwischen No Doubt und Activision, ging erst kürzlich zu Ende. Dabei einigten sich die beiden Parteien jedoch außergerichtlich. No Doubt klagte an, dass ihre Abbilder in Band Hero auch die Musik von anderen Gruppen, selbst von männlichen Sängern, spielen konnten, was sie als eine „virtuelle Karaoke-Zirkusnummer“ dastehen ließ.