Take-Two ist zwar einer der bedeutenderen Publisher im Game-Business, aber vor negativen Reaktionen sind auch die Großen nicht gefeit. Nachdem die Firma, die unter anderem GTA herausbringt, am Donnerstag Max Payne 3 erneut um mehrere Monate verzögert und zeitgleich seinen Investoren eine schlechte Prognose mitgeteilt hatte, reagierte der Aktienmarkt prompt: Binnen weniger Minuten sank der Wert der Take-Two Aktien um 21%, bis gestern Abend sogar um 31% (von 10.92 auf 7.58 US-Dollar)

Aktuelles - Take-Twos Aktien auf Tiefstand

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Take-Two: Lost and Damned?
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Infolge dessen wurden jetzt Stimmen aus Industrie und Wirtschaft laut. Evan Wilson von Pacific Crest Securities, der zu dieser Gelegenheit bemerkte, dass sein Vertrauen in das Management von Take-Two "gar nicht mehr tiefer sinken könnte", kritisierte den Publisher dafür, dass er zu sehr von der GTA-Lizenz abhängig sei und bemerkte, dass eine so hohe Anzahl an Releaseverzögerungen (die erneute Verzögerung von Max Payne 3 war die fünfzehnte innerhalb von zwei Jahren) darauf schließen lasse, dass die Firma strukturelle Schwierigkeiten habe.

Andere Investoren gingen gnädiger mit Take-Two ins Gericht. Michael Pachter von Wedbush Morgan Securities nahm den Publisher in Schutz und betonte seinen Optimismus. "Ohne kurzfristige Profitaussichten könnten manche Investoren wieder der Annahme verfallen, Take-Two sei ein 'One-Hit-Wonder' mit der GTA-Lizenz und darüberhinaus nicht mehr viel. Wir stimmen dem nicht zu und denken, dass die Firma mindestens acht vertrauenswürdige Franchises hat, mit dem Potential für 10 oder 12. Wir sehen das Problem in einer überambitionierten Entwicklungsplanung, deren hohe Erwartungen und hohe Qualitätsstandards zwangsläufig zu Verzögerungen führen."

Konkrete Lösungen oder Änderungspläne in Bezug auf die Firmenpolitik hat Take-Two bislang nicht veröffentlicht, auch ist nicht bekannt, ob sich diese neuen Entwicklungen langfristig auf den Verbraucher auswirken werden.