SXSW Interactive hat zwei Panels zu Diskriminierungen gestrichen, nachdem es zu Gewaltandrohungen kam. Doch Medienvertreter wie Buzzfeed und Voc Media drohen nun damit, ihre Teilnahme abzusagen, sollte der Veranstalter die Panels nicht abhalten.

Aktuelles - SXSW Interactive cancelt Panels zu Diskriminierungen nach Gewaltandrohungen

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Das SXSW 2016 erhielt wegen zweier geplanter Panels Gewaltandrohungen
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Das South by Southwest wird 2016 vom 11. bis 20. März in Austin, Texas stattfinden und aus den Bereichen Music, Film und Interactive bestehen. Bei SXSW Interactive sollten eigentlich auch die Panels 'SavePoint: A Discussion on the Gaming Community' und 'Level Up: Overcoming Harassment in Games' stattfinden. Wie es die Titel bereits verraten, sollte es in diesen Panels um Diskriminierung in der Gaming-Branche und -Community gehen.

Beim ersten Panel sollte Gamergate ein wichtiges Thema darstellen. Hier wollte eine Diskussionsgruppe um Journalistin Lynn Walsh über die soziopolitische Landschaft der Gaming-Community und die journalistische Integrität der Spiele-Journalisten sprechen. Beim zweiten Panel sollte es um Online-Diskriminierung und -Belästigung innerhalb der Gaming- und Geek-Community gehen.

Doch die Pläne wurden leider verworfen, nachdem die Organisatoren mehrfach Gewaltandrohungen erhalten haben, sollten die Panels wie geplant stattfinden.

"Wir hatten gehofft, dass diese beiden Diskussionen im März 2016 in Austin zu einem wertvollen Austausch von Ideen zu diesem wichtigen Thema führen würden. Jedoch hat das SXSW in den letzten sieben Tagen nach der Ankündigung dieser Panels mehrfache Androhungen von Gewalt erhalten. Das SXSW ist stolz darauf, einer der Eckpfeiler unterschiedlicher Menschen und Ideen zu sein."

Es sei auch wichtig, einen zivilisierten und geregelten Austausch zu garantieren. Und da dies unter diesen Umständen nicht möglich und man um die Sicherheit der Teilnehmer besorgt sei, habe man sich ultimativ dazu entschieden, diese beiden Diskussionsrunden abzusagen.

Niemand kann wirklich sagen, ob es sich dabei um ernstzunehmende Drohungen gehandelt haben könnte, dennoch finden nicht wenige, dass das SXSW falsch gehandelt habe, da man sich von derlei Androhung nicht abschrecken lassen sollte. Mit Buzzfeed und Vox Media haben sich bereits zwei Medien-Giganten gemeldet, die damit drohen, ihre Teilnahme zurückzuziehen, sollte die Organisation diese beiden Panels tatsächlich nicht mehr durchführen.

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Anita Sarkeesian und Zoe Quinn auf einer Veranstaltung von UN Women
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"Buzzfeed ist seit Jahren Teilnehmer auf der SXSW und unsere Angestellten nehmen teil oder moderieren ein halbes Dutzend an Panels auf der SXSW 2016", so ein offener Brief der Buzzfeed-Bosse Ze Frank, Dao Nguyen and Ben Smith. "Wir werden uns gezwungen fühlen, unsere Teilnahme abzusagen, wenn die Veranstaltung keinen Weg findet, zu tun, was die anderen Ziele solcher Diskriminierungen jeden Tag tun - einen wichtigen Dialog trotz oder gerade angesichts der Androhung von Gewalt fortführen."

Kurze Zeit darauf meldete sich auch Vox Media, zu denen auch die Gamingseite Polygon und The Verge gehören und drohte ebenfalls mit einem Rückzug der Teilnahme, sollten diese beiden Panels nicht wieder stattfinden. "Durch die Absage der Panels hat das SXSW die Gelegenheit verpasst, ein echtes und dringendes Problem der Medien und Technologieunternehmen der heutigen Zeit zu diskutieren. Wir haben die Organisatoren der SXSW kontaktiert und sie darum gebeten eine sichere und offene Diskussion zu den Themen abzuhalten statt sie abzusagen. Vox Media wird dieses Jahr nicht teilnehmen, solange die Organisatoren das Thema nicht ernst nehmen und die notwendigen Schritte einleitet. Wir arbeiten an einem alternativen Forum zu diesem Thema und laden Gleichgesinnte dazu ein, teilzunehmen."

Nach der Androhung dieser Medienhäuser veröffentlichte das SXSW eine Stellungnahme, in der man noch einmal darauf hinwies, dass die Sicherheit der Sprecher, Teilnehmer und Mitarbeiter an oberster Stelle stehe:

"Wir möchten, dass die SXSW-Community weiß, dass wir eure Sorgen und eure Frustration über die Absage der beiden SXSW-Gaming-Panels verstehen. Die Sicherheit unserer Sprecher, Teilnehmer und Mitarbeiter ist immer unsere oberste Priorität. Wir arbeiten mit lokalen Gesetzesvertretern zusammen, um die zahlreichen Drohungen bezüglich dieser beiden Panels auzuwerten."

Man arbeite derzeit auch an einer alternativen Lösung, die für alle Seiten zufriedenstellend sein soll. Wir halten euch auf dem Laufenden.

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