Die Deutsche Börse will mit Swapster eine neue Plattform bieten, über die der Handel von virtuellen Items legal ist. Neu ist die Idee dahinter zwar nicht, doch da ein großer Börsenbetreiber diesen Schritt wagt, dürfte das Ganze genügend Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Aktuelles - Swapster: Deutsche Börse gründet Plattform für Item-Handel

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"Wir haben das Konzept weiterentwickelt und es war schnell klar, dass Swapster eine unabhängige Firma sein muss, die eine Mischung aus Game-Industrie und Trading-Spezialisten darstellen muss. Der Satz 'Powered by Deutsche Börse' bedeutet, dass wir nicht nur von der Deutsche Börse AG finanziert werden und zu ihr gehören, sondern auch ihre technische Infrastruktur nutzen. Die Deutsche Börse hat einen signifikanten Anteil an Swapster, was auf ihre finanzielle Hilfe, technologischen Beitrag und die Partnerschaft hinsichtlich der Infrastruktur zurückzuführen ist", erklärt CEO Alexander Höptner.

Für jede Transaktion bei Swapster soll ein Obolus verlangt werden, wobei Items erst dann gehandelt werden können, wenn die jeweiligen Spiele mit der Plattform verbunden sind. Entsprechend müssen also auch die Entwickler bzw. Publisher dazu bereit sein. Nur ein Unternehmen soll erst unterschrieben haben, doch Höptner zufolge würde man mit 140 weiteren in Kontakt stehen und mit rund 40 Publishern in fortgeschrittenen Verhandlungen stecken. In Vertragsverhandlungen befindet man sich mit sechs Firmen.

Darüber hinaus plant das Unternehmen die Bereitstellung von Datenanalysepaketen. Konkurrenz sieht man in Valves Steam, wo Spieler virtuelle Items erwerben und untereinander handeln können. Dennoch glaubt Höptner nicht, dass sich das negativ auf den Erfolg von Swapster auswirken wird. Zumal Steam eine Plattform sei, aus der sich Interessenskonflikte ergeben könnten.

"Wir sind ein wirklich neutraler Partner für die Spieleindustrie. Wir sind kein Publisher oder Entwickler und haben keine direkten Verbindungen zu irgendwelchen Unternehmen aus der Spielebranche. Das ist ein sehr wichtiger Aspekt für viele Publisher, da sie nicht mit anderen Spieleunternehmen in Fragen der Monetarisierung ihrer eigenen Spiele zusammenarbeiten möchten."

Die bei Swapster angemeldeten Konzerne sollen selbst bestimmen können, welche Items die Spieler handeln dürfen und welche Handelsbedingungen gelten. Auch würden die Firmen von den Marktdaten profitieren können.

"Sie werden in der Lage sein Marktentwicklungen zu analysieren und zu identifizieren, was sich auf die Spielbalance ihrer Spiele auswirken könnte. Langfristig werden Spielefirmen in der Lage sein, bessere Langzeitspielerfahrungen zu kreieren, indem sie sich diese Daten zunutze machen. Wir sind davon getrieben, unseren Partnern zu helfen ihre Communities besser zu managen, was zu besserer Integration der Community führen wird und schließlich auch zu höherer Kundenbindung."

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