Dass Online-Spiele gerade in weiten teilen Asiens sich nicht nur größter Beliebtheit erfreuen, sondern auch ein echtes Problem darstellen, sollte hinlänglich bekannt sein. Die Zahl der Spielesüchtigen in China, Südkorea und auch in Japan steigt so rasant, dass Eltern, wenn sie nicht selbst süchtig sind, schon zu radikalen Mitteln greifen müssen, um ihre Kinder vor der Sucht zu bewahren. So postete ein Vater das Bild seines Sohnes in Online-Netzwerken mit der Bitte, ihn bloss nicht an einen PC zu lassen. Um dieser Lage Herr zu werden, hat ein südkoreanischer Politiker nun einen Gesetzesentwurf eingereicht, nach dem Spiele genauso behandelt werden sollen, wie Alkohol und Drogen.

Aktuelles - Südkoreanischer Politiker will Spiele wie Drogen und Alkohol behandeln

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/39Bild 8/461/46
Spiele wie Starcraft sind in Südkorea äußerst populär
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Der Gesetzesentwurf, den Shin Eui-jin mit Unterstützung von 14 weiteren Politikern einreichte, sieht es vor, strengere Vorschriften einzuführen und dieselben rechtlichen Einschränkungen auf Online-Spiele anzuwenden, wie auf Alkohol und Drogen. Damit könnte die südkoreanische Regierung die Entwicklung, Veröffentlichung und Vermarktung von Videospielen kontrollieren.

Als Reaktion darauf antwortete die südkoreanische Spieleindustrie, dass dieser Entwurf kaum das Wachstum der Industrie behindern werde. Es sei bedauernswert, dass die Regierung Spiele in derselben Kategorie wie Drogen oder Wettspiel sehe, so ein Sprecher der Spieleindustrie. "Die vorherige Regierung hatte eine schlechte Meinung von Spielen. Und dasselbe gilt auch für die derzeitige Regierung. Sie spricht über eine kreative Wirtschaft und doch will sie permament eine der führenden Industrien im Content-Business regulieren."