Die Regierung von Südkorea unter Präsident Lee Myung-bak, hat nun ein neues Gesetz verkündet, dass die Spielsucht in seinem Land eindämmen soll. So schreibt man den Onlinespielern sechs Stunden Pause und langsames Internet für Jugendliche vor.

Nachdem vor einem Jahr ein Koreaner ein Spielcasino verklagt hat, da er dort einen Millionenverlust erlitten hat versucht man ähnliche Spielsucht nun unter den Nutzern von Onlinespielen einzudämmen.

Laut einem Bericht der Zeitung "The Korea Herald" hat das Minesterium für Kultur, Sport und Tourismus in Südkorea nun entschieden, dass Jugendliche unter 19 Jahren dazu verpflichtet sind jede Nacht eine mindestens sechsstündige Offlinezeit einzulegen.
Der Beginn der Offlinezeit kann dabei nach Medienberichten frei gewählt werden: Zwischen Mitternacht und zwei Uhr Morgens.

Diese Ausgangssperre im etwas anderen Sinne beinhaltet anfangs das Überwachen von vier bekannten Onlinerollenspielen, dehnt sich aber mit der Zeit auf über 19 Titel aus.

In den gleichen sechs Stunden wird zusätzlich die Internetgeschwindigkeit von Jugendlichen unter 19 Jahren so stark gedrosselt, dass ein surfen so gut wie unmöglich wird. Und genau das führt zu Kritik aus den eigenen Reihen, man befürchtet nämlich, dass die Spieler einfach auf Offlinetitel zurückgreifen. Von der Schwierigkeit diese Regelungen durchzusetzen ganz zu schweigen.

Wie es in Südkorea überhaupt soweit kommen konnte, dass eine solche Regelung von Nöten ist bleibt unbeantwortet. Viele werfen der Regierung mangelnde Aufklärung der Eltern und Betroffenen vor, andere sehen das Problem in der Heldenrolle, die Südkoreanern einigen Onlinegamern zuschreiben und nun scheinbar versuchen ihnen nachzueifern.

Wenn Spielen zur Sucht wird... - Virtuelle Welten

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