Dass Spieler (männlich, zwischen 18 und 35 Jahren) bei der werbetreibenden Industrie eine umworbene Zielgruppe sind, ist nichts Neues. Aufgrund aktueller Studien ist aber zu erwarten, dass die Bemühungen der Unternehmen, Werbung auch innerhalb von Spielen zu platzieren, beträchtlich zunehmen dürften. Nach einem aktuellen Bericht der Marktforscher Kagan Research wird in 54 Millionen US-Haushalten bis 2010 mindestens eine Spielkonsole stehen, dazu kommen noch mobile Konsolen. Allein mit Game-Software wurde 2004 alleine in den USA 6,3 Mrd. Dollar umgesetzt, bis 2008 soll sich diese Zahl auf acht Mrd. Dollar steigern.

Die Industrie unterscheidet grundsätzlich zwischen zwei verschiedenen Werbeformen bei Spielen: Ingame-Werbung, bei der die Botschaften in das Spiel integriert sind und beispielsweise als Werbebanner bei Rennspielen auftauchen. Außerdem fungieren viele Spiele selbst als Werbemittel (so genanntes Advergaming) z. B. für TV-Shows, Kinofilme oder gar die US-Army. Derzeit überwiegt zwar noch letzteres Werbeformat, aktuelle Studien gehen aber davon aus, dass spätestens 2006 Ingame-Produktplacing das Advergaming überholen wird. Laut den Berichten ist Werbung in Spielen von Gamern akzeptiert, solange sie den Spielablauf nicht stört und sie den Realismus erhöht. Wie ist eure Meinung dazu? Schreibt uns ( ned@gamona.de), was ihr von Werbung in Spielen haltet.