Forscher der im US-Bundesstaat Ohio ansässigen Denison University führten erstmals eine kontrollierte Untersuchung im Bereich Videospiele durch, um zu überprüfen, inwiefern diese die schulische Entwicklung beeinflussen. Dafür verteilten sie an zufällig ausgewählten Spielern je eine PlayStation 2, die zu Hause damit spielen durften. Den Lehrern aber wurde nicht gesagt, welcher Schüler eine Konsole erhalten hat.

Nach einiger Zeit wurden die Lehrer zu den schulischen Leistungen der Schüler befragt. Demnach entwickelten sich Lese- und Schreibfähigkeiten der Schüler langsamer, die mit der Konsole spielten. Aber auch in anderen Bereichen sollen sich die Lernfähigkeiten nur langsam weiterentwickelt haben. Mit dieser Erkenntnis möchten die Forscher den Eltern aber nicht mit auf den Weg geben, völlig auf Konsolen zu verzichten.

Wie der beteiligte Psychologe Robert Weis erklärte, seien Konsolen für Kinder nicht grundsätzlich schlecht. Aber das Nutzungsverhalten der Kinder müsse beobachtet werden. Die durch die Konsolen auftretenden Probleme sollen sich laut Weis zudem nur in den schulischen Leistungen niederschlagen. Er begründet das damit, dass die Schüler viel weniger Zeit in das Lernen investieren.