Einer aktuellen britischen Studie der "School of Business and Management" zufolge, gaben 84 Prozent der 217 Befragten zwischen 15 und 18 Jahren an, regelmäßig raubkopierte Spiele zu zocken und haben damit im Jahr 2004 einen Schaden von 5 Milliarden US Dollar (hochgerechnet) verursacht. Die Forscher fragten aber auch nach den Gründen für dieses Verhalten. Demnach wollen 72 Prozent "nicht warten, bis die Spiele bei uns veröffentlicht werden", 65 Prozent haben "keine Angst erwischt zu werden", weitere 56 Prozent gaben an, das Spiel herunterzuladen, um es erst auszuprobieren. 80 Prozent der Jugendlichen waren der Meinung, dass es einfach ist, Kopien aus dem Internet herunterzuladen.

Alex Dodge von der "School of Business and Management" sieht die Gründe, die hinter der Computerkriminalität stecken durch die Studie aufgedeckt. "Die meisten Teilnehmer der Studie haben schon und werden auch weiterhin illegale Spiele downloaden und sind sich auch bewusst, dass sie gegen das Recht verstoßen. Sie sind der Meinung, dass Spiele zu teuer sind und sie zu lange auf Umsetzungen von Titeln aus Nordamerika oder Asien warten müssen. Aufgrund der großen Computerkenntnisse ist es einfach für sie, die raubkopierten Spiele im Netz zu finden und herunterzuladen. Alle ihr Freunde tun es, warum sollten sie es nicht auch tun"?

Das Verhalten der Jugendlichen lässt sich, so Dodge, nur ändern, wenn die Computerindustrie ihre Lehren aus den Ergebnissen zieht und Spiele weltweit zeitgleich veröffentlicht, die Preise senkt und die Schutzmaßnahmen gleichzeitig erhöht.