Obwohl Microsoft zur Ankündigung von Bing Maps Streetside dem Datenschutz höchste Priorität eingeräumt hat, bleibt Kritik nicht aus. Jetzt hat auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) mit einem Verbot gedroht.

„Es ist nicht hinnehmbar, dass es gegen die Aufnahmen kein vorheriges Widerspruchsrecht gibt. Das ist mit einem wirksamen Datenschutz unvereinbar“, sagte Herrmann. Google hatte bereits vor dem Start von 'Street View' Widerspruchsmöglichkeiten angeboten und die Frist dazu von den geplanten vier Wochen auf acht verlängert.

„Eine nachträgliche Löschung schützt das Persönlichkeitsrecht von Mietern und Eigentümern nicht. Das Internet vergisst nicht“, so Herrmann weiter. „Auf Daten, die auch nur wenige Stunden im Internet sind, hat jedermann weltweit Zugriff.“ Deshalb drohte der Innenminister an, Streetside zu verbieten, sollte Microsoft nicht einlenken.

Ab dem 9. Mai sind die ersten Kameraautos in Nürnberg, Fürth, Erlangen und Augsburg unterwegs (wir berichteten).