Es scheint beinahe schon absurd, was der französische Europaparlament-Abgeordnete Alain Lamassoure fordert. Sein Plan: Eine europaweite Steuer auf elektronische Kommunikationswege, wie Email und SMS, erheben. Grund hierfür sei, laut Lamassoure, ein neuer Weg für die Finanzierung der EU. Die Kommunikation zwischen den EU-Ländern wachse so rasend schnell, dass eine Steuer mit den Vorteilen, die die EU mit sich bringt, gerechtfertigt werden könnte.

Rainder Steenblock, europapolitischer Sprecher der Grünern, reagierte mit Unverständnis auf diese Forderung:

"Kommunikation zu besteuern ist auch genau das Gegenteil dessen, was Europa ausmachen sollte: der Austausch von Menschen über die nationalen Grenzen hinweg. Eine Strafsteuer darauf ist inakzeptabel"

Wobei man nicht vergessen sollte, dass die Telekommunikationsgebühren schon längst der Umsatzsteuer unterliegen. In Italien gab es einmal eine ähnliche Forderung, auf die ein Oppositionspolitiker damals mit dem Vorschlag reagierte: "Führen wir doch lieber eine Abgabe von zwei Cent auf jedes gesprochene Politiker-Wort ein." - Das wäre doch mal was.