Eine neue Entwicklung, die das vergangene Jahr mit sich gebracht hat, ist das erwachte Interesse der Tagespresse an der digitalen Unterhaltung. Auch der britische Nachrichtensender BBC hat sich mit seinen Publikationen der modernen Unterhaltung verschrieben. Und so wurden jetzt einige namhafte Branchenvertreter um ein paar Worte zum Jahreswechsel gebeten.

Einer davon ist Peter Molyneux. Und der befürchtet ein eher "trockenes" Jahr, bevor 2010 wieder die nächsten Knaller anstehen, auf die man sich wirklich freuen könne.

Mythic Entertainments inkarnierter Chaotiker Paul Barnett glaubt seiner Natur entsprechend an einen großen Kampf, dem einige große Studios und auch Titel mit großen Namen zum Opfer fallen, durch ihre Unfähigkeit auf neue Anforderungen zu reagieren und ihre Angst vor Veränderung.

Raumfahrer Richard Garriott lässt das unselige Tabula Rasa unkommentiert hinter sich, nimmt seinen alten Titel 'Lord British' wieder an und will sich, nach langer Pause, wieder neuen Aufgaben zuwenden: "Möglicherweise mittelalterliche Fantasy und vielleicht online; es liegt eine sehr große Macht darin, Leute zusammenzubringen."

Auch Will Wright glaubt, dass die Zukunft den Spielen gehört, die eine soziale Verbindung ermöglichen - als nächste Stufe nach dem altgedienten 'Multiplayer'. Dank Technologien wie GPS sei dann nicht nur entscheidend, wie man mit dem Spiel interagiert, sondern von welchem Ort aus - eine Verknüpfung also zwischen virtueller und realer Welt.

Und auch ein Vertreter der professionellen Spieler kommt mit Johnathan 'Fatal1ty' Wendel zu Wort. Der sieht vor allem die Zukunft seines selbst entwickelten Headphones rosig und will künftig dabei helfen, professionellen Spielern finanziell unter die Arme zu greifen. Denn wo früher 300 Spieler ihr Leben durch ihr spielerisches Talent bestreiten konnten, sind es seit der Wirtschaftskrise gerade noch 100.