Greg Fields, besser bekannt unter seinem Spielernamen IdrA, galt zeitweise als der beste nichtkoreanische Starcraft-Spieler überhaupt. Der frühere 'Starcraft Brood War'-Spieler, der viele Jahre seiner Karriere im Starcraft-verrückten Südkorea verbrachte, um sich dort mit den Besten zu messen, spielte erst für die südkoreanischen Clans eSTRO und CJ Entus, bevor er Ende 2010 zum amerikanischen Clan Evil Geniuses wechselte.

Und dieser hat ihn nun aufgrund respektlosen Verhaltens gegenüber der eigenen Fanbase gefeuert.

Aktuelles - Starcraft-2-E-Sportler Greg 'IdrA' Fields wegen respektlosen Verhaltens gefeuert

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Nimmt die Kündigung gelassen
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Greg Fields, der sich für seine Spielerkarriere statt eines Studiums der Theoretischen Physik entschied, galt in der Starcraft-Gemeinschaft als der beste nichtkoreanische 'Starcraft 2'-Spieler und war auf Turnieren in Südkorea oft der letzte Nichtkoreaner im Kampf um den Titel. Seine Spezialität waren die Zerg, mit denen er einige Turniere gewinnen konnte.

Kein Wunder also, dass ihn seine Fähigkeiten erst mal in das Land zogen, das Starcraft regelrecht zelebriert - Südkorea. Dort spielte er sehr erfolgreich erst für eSTRO, bevor er zu CJ Entus wechselte, für die er von 2008 bis Ende 2010 spielte. Zu der Zeit erreichte er sogar den Code-S-Status in Südkorea.

Ab September 2010 spielte er dann für den US-Clan Evil Geniuses, verblieb aber weiterhin in Südkorea, um dort in den Ligen mitzumischen, konnte aber leider nicht mehr an alte Erfolge herankommen und fuhr eher durchwachsene Ergebnisse ein.

Was Greg 'IdrA' Fields allerdings von anderen Spielern unterschied und aus der Masse herausstechen ließ, war sein aufbrausendes, zuweilen beleidigendes Verhalten während der Matches, einschließlich der Beleidigung der Community und auch des Gegners. So wünschte er einem Spieler mal Krebs. Bekannt war er aber auch für seine "Rage-Quits", also den plötzlichen Abbruch eines Spieles, der zumeist mit einem Wutausbruch einhergeht.

All das hat ihm viele Feinde, aber auch genauso viele Fans beschert. Dass so jemand auch gut für das Geschäft sein kann, das dachte sich sicher auch Evil Geniuses, denn der Clan ließ ihn mehr oder weniger gewähren, solange er es nicht übertrieb. Bis jetzt jedenfalls.

Es war eine unnötige Sache und sie entstand sicher auch aus der Situation heraus, dass sich Fields bedrängt fühlte, aber als er sich letzte Woche in einem Forum zu den Vorwürfen bezüglich Evil Geniuses äußerte, schrieb ein anderes Forenmitglied, wohl auch leicht ironisch gemeint, dass IdrA sicherlich ein sehr netter Zeitgenosse sei, der sich innerlich vor Schmerzen krümme, weil er aus geschäftlichen Gründen eine Fassade des übelgelaunten 'Starcraft 2'-Spielers aufrechterhalten müsse.

Daraufhin antwortete Fields, "Nein, ihr alle seid ein Haufen Vollidioten. Es ist nur so, dass ich dafür bezahlt werde, euch auch wie solche zu behandeln. Das ist verdammt geil."

Damit brachte Fields wohl das Fass zum Überlaufen. Keinen Tag später wurde er von seinem Clan gefeuert. Die offizielle Begründung lautet: "Wie es vielen von euch bewusst ist, lassen wir unsere Spieler so sein, wie sie nun mal sind... Das ist der Grund, warum es nie ein Problem für uns war, dass Greg sich in Spielen sehr grob gegenüber seinen Gegnern verhielt oder dass er in den meisten Fällen seine Gedanken ziemlich unverblümt und direkt kundtat. Aber für uns gibt es einen großen Unterschied zwischen einem Spieler, der sich respektlos gegenüber einem Gegner verhält, und einem Spieler, der sich respektlos gegenüber der gesamten Gemeinschaft verhält, die mit ihrem Enthusiasmus und ihrer Leidenschaft seinen Beruf überhaupt erst möglich macht."

Kurz nach der Entlassung sprach Fields in einem Interview mit itmeJP über die Situation. Dabei schien Fields die Kündigung eher gelassen aufzunehmen, denn er habe wohl schon länger darüber nachgedacht, das professionelle Spielen aufzugeben, da ihm die Wettkämpfe keinen Spass mehr machen. Die Kündigung kam also quasi zur rechten Zeit. Er wolle sich nun mehr auf Content Creation und analytisches Kommentieren konzentrieren.