SquareEnix wird bis Mitte Dezember drei seiner Mobile-Titel aus Belgien zurückziehen. Grund ist die Entscheidung der Glücksspielkommission, dass Lootboxen Glücksspiel darstellen.

Kingdom Hearts Union X wird am 6. Dezember nicht mehr in Belgien erhältlich sein

In Belgien hat die Glücksspielkommission Anfang September entschieden, dass Lootboxen als Glücksspiel anzusehen sind. Da in diesem Fall das 1999 eingeführte Glücksspielgesetz greift, gilt: "Niemand darf ohne eine im Voraus von der Kommission für Glücksspiele erteilte Lizenz ein Glücksspiel betreiben. Ebenso darf niemand an einem illegalen Glücksspiel teilnehmen, den Betrieb eines illegalen Glücksspiels erleichtern oder für ein illegales Glücksspiel Werbung machen."

Unternehmen wie Blizzard und Valve haben sich der Entscheidung gebeugt und die Lootbox-Mechanik aus Titel wie Overwatch, Heroes of the Storm und Counter-Strike für belgische Nutzer entfernt. SquareEnix geht noch einen Schritt weiter und entfernt drei Mobile-Titel gleich ganz. Dabei handelt es sich um Mobius Final Fantasy (30. November), Kingdom Hearts Union X (6. Dezember) sowie Dissidia Final Fantasy Opera Omnia (19. Dezember).

"Wir bedauern es, mitteilen zu müssen, dass Kingdom Hearts Union X aufgrund des unsicheren Status' von Lootboxen unter belgischem Gesetz in 30 Tagen am 6. Dezember 2018 in Belgien außer Betrieb genommen wird", so das Statement von SquareEnix.

Im Gegensatz zu SquareEnix, die sich gar nicht erst mit der Materie auseinandersetzen wollen, zeigt sich EA von der kämpferischen Seite. Das Unternehmen weigert sich auch weiterhin, die Lootboxen etwa aus FIFA19 zu entfernen. "Jeder, der sich nicht anpasst, geht das Risiko ein, rechtlich verfolgt zu werden", warnte Peter Naessens, Generaldirektor der Glücksspielkommission Belgiens. Doch selbst wenn EA vor Gericht gewinnen sollte, wolle man eine Gesetzesänderung vorschlagen, um Lootboxen auszuschließen.