In der Spielergemeinschaft ist, nachdem die Idee des Online-Passes geäußert wurde, eine hitzige Diskussion entstanden. Nichtsdestotrotz, wollen immer mehr Publisher sich die Gewinne aus dem größer werdenden Pool der Gebrauchtspieleverkäufe unter den Nagel reißen.

Aktuelles - Spiele sollten ihr Geld wert sein, statt einen Online-Pass einzuführen

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Call of Duty wird seltener weiterverkauft - immerhin hat es einen guten Multiplayer. Würden die Spiele ihr Geld wert sein, müssten sie nicht weiterverkauft werden.
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Das Problem daran ist, dass die Entwickler keinen Cent an den Gewinnen durch den Gebrauchtspielverkauf verdienen. Das kann dem Profit, den ein neuer Titel abwirft, schwere Schäden zufügen und möglicherweise sogar verhindern, dass es einen Nachfolger geben wird.

Allein Electronic Arts geht davon aus, dass sie nahezu 2,5 Millionen Dollar an die Gebrauchtverkäufe des ersten Teils von Dead Space verloren haben. Eine ziemlich große Summe, nicht nur für EA.

Dabei ist es zwar durchaus verständlich, dass die Verluste durch gebrauchte Spiele ein Problem darstellen - aber die Methode, die EA derzeit anstrebt, alles mit einem Online-Pass zu verkaufen ist trotzdem nicht unbedingt optimal. Versucht man aktuell ein gebrauchtes Spiel von EA zu kaufen, so bleibt man recht sicher ausgesperrt vom Onlinemodus, solange man nicht ein Sümmchen draufzahlt, sodass EA noch etwas davon abbekommt. Dabei ist selbst die Industrie intern nicht einig über die Methoden, wie man nun Geld an den Gebrauchtverkäufen verdienen könnte. Die Version von EA ist auf jeden Fall bei einigen Entwicklern durchaus umstritten.

Rick White, Produzent des demnächst erscheinenden Third-Person-Shooters Inversion, meint dazu, dass es die beste Methode wäre, ein Spiel mit um so mehr Tiefe zu machen, sodass es jede Menge Wiederspiel-Wert hat.

Die Spiele müssen die 60 Dollar wert sein, die sie kosten. Sie brauchen eine tiefe Storyline, einen guten Coop-Modus, einen ausgezeichneten Multiplayer-Modus und jede Menge Inhalte. Warum sollte man 60 Dollar für ein Spiel ausgeben, dass nur sechs Stunden Single-Player einen schlechten Coop-Modus und einen langweiligen Multiplayer-Modus hat? Dafür gibt es seiner Ansicht nach überhaupt keinen Grund - und darum werden sie weiterverkauft, wenn sie erst einmal durchgespielt worden sind.

Die Entwickler müssen mit Leidenschaft an die Sache gehen und ihre Energie in das Spiel stecken - dann besteht die Chance, dass die Spieler die Spiele behalten und nicht weiter verkaufen. Es muss das Bedürfnis geweckt werden, das Spiel nicht nur durchgespielt zu haben, sondern es wirklich zu besitzen.