Während die Politik darüber streitet, ob gewalthaltige Spiele wirklich der Grund für tragische Ereignisse wie das Sandy-Hook-Massaker sind und einige Vertreter der Waffenlobby und Republikaner schon davon sprechen, dass gewalthaltige Spiele eine größere Gefahr für die Sicherheit darstellen als Schusswaffen, hat Elena Bertozzi von der Long-Island-Universität eine Arbeit veröffentlicht, wonach Spiele, in denen man töten muss, um zu überleben, gut für Mädchen sein sollen.

Aktuelles - Spiele, in denen man töten muss, um zu überleben, sollen gut für Mädchen sein

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Gut für Mädchen?
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In der im Dezember 2012 veröffentlichten Arbeit "Killing For Girls: Predation Play and Female Empowerment", beschreibt Elena Bertozzi Spiele, in denen man um jeden Preis überleben muss als eine Art "Jagdspiel", in dem man seine Verfolger töten sollte, um eben das eigene Überleben zu sichern. Diese Art von Spielen seien zwar von jeher eine Domäne junger Männer, doch auch für junge Frauen berge diese Sorte Spiel viele Vorteile und Nutzen, da sie einen mit den Fragen konfrontieren, ob man gewillt ist, alles zu tun, um zu überleben und ob man dazu imstande ist, in gewissen Situationen bestimmte Strategien anzuwenden, um erfolgreich zu sein.

So nennt sie Spiele wie 'Call of Duty', 'Half-Life', 'Far Cry 3' und 'Halo' als Beispiele, die helfen könnten, gewisse Methoden zu erlernen, um aus geschlechterspezifischen Rollenmustern auszubrechen. Vor allem seien auch sexuelle Belästigung, Vergewaltigung oder gewalttätige Übergriffe reale Ausbeutungen, gegen die Frauen dank den Spielen ankämpfen könnten. Laut Bertozzi fördern die Spiele den Wettbewerb und wecken in den Frauen das Bewusstsein für Gegenwehr und situationsbedingte Aggression. Dinge, die aufgrund sozialer Normen in der weiblichen Erziehung kaum eine Rolle spielen und zu mangelnder Durchsetzungskraft beispielsweise in der Arbeitswelt führen.

"Sie zu ermutigen, diesselben Spiele wie die Männer zu spielen, könnte schlussendlich die Bereitschaft von Frauen beeinflussen, diesselbe Art von Macht und denselben Status wie Top-Männer erreichen zu wollen. Um das zu erreichen, müssen Eltern und Erzieher die Bedeutung von "Predation Play" für den zukünftigen Erfolg von Mädchen anerkennen."