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Das Aus für Big Brother? Verfassungsgericht kippt Vorratsdatenspeicherung

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von Roland Peters, 17. März 2010 14:30 Uhr

Vergangene Woche hat das Verfassungsgericht geurteilt, die Vorratsdatenspeicherung in der bislang praktizierten Form sei unzulässig. Inzwischen sollten die Daten auf den Servern der Provider gelöscht sein. Grund zur Entspannung? Mitnichten.

Claudia Roth jubelt. „Eine Klatsche für den Gesetzgeber“ sei das Urteil des Verfassungsgerichts. Die Grünen-Chefin steht mit Demonstranten vor dem Gerichtsgebäude und kommentiert den Spruch in Karlsruhe. Eine Bewertung, die viele Anwesende teilen. Auch der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung, der mit seinem Slogan „Freiheit statt Angst“ unzählige Bürger gegen die anlasslose Speicherung von Verbindungsdaten mobilisierte. Knapp 35.000 Personen, so viele wie nie zuvor, klagten gegen das fragwürdige Gesetz der Großen Koalition. Sie waren erfolgreich, vorerst.

Screenshot zu: Das Aus für Big Brother? Verfassungsgericht kippt VorratsdatenspeicherungDas Verfassungsgericht in Karlsruhe schob Big Brother den Riegel vor.

Bevor das Verfassungsgericht am 2. März die Vorratsdatenspeicherung kippte, mussten deutsche Telekommunikationsanbieter ihre Kapazitäten ausbauen. Die Firmen benötigten plötzlich viel mehr Speicherplatz. Jetzt, zum Zeitpunkt des Urteils, zwei Jahre und zwei Monate nach Beginn der Mega-Sammlung, waren bei der Telekom 19 Terabyte, bei 1&1, GMX und Web.de gemeinsam 25 Terabyte aufgelaufen.

Seit dem 1. Januar 2008 wurde jeder Bürger überwacht. Nicht bewusst. Nicht persönlich wie im Krimi, wenn die Ermittler im Auto vor dem Haus warten, Kaffee in sich hineinschütten, sich dem Beobachteten durch aufglühende Zigarettenglut verraten und am Ende doch einschlafen. Sondern maschinell, durch die Server der Unternehmen.

Jeder Anruf wurde registriert. Jede SMS. Jede E-Mail. Jede Verbindung mit dem Internet. Für ein halbes Jahr. Zwar wurden keine Inhalte gespeichert, dass heißt, keine Anrufe aufgezeichnet oder auch nicht die besuchten Internetseiten. Da jedoch bei mobilen Verbindungen über das Handy zusätzlich der Aufenthaltsort festgestellt wurde, war die Angst groß. Angst vor Überwachung, vor der Erstellung von Bewegungsprofilen, vor Rasterfahndung mit Kommunikationsdaten.

Kommentare 8
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Teclador1982Teclador198228.09.2011 11:37
Das Wort "Big brother ist watching you!" ist allgemein bekannt. Es ist Synonym für den perfekten Überwachungsstaat, für das Ende jeder Individualität und Menschlichkeit, für das Eindringen eines Herrschaftsbereichs in die Intimsphäre und sogar in die Gedanken geworden. Mit "1984", seinem letzten Roman, den George Orwell 1948 kurz vor seinem Tod veröffentlichte, wurde der Verfasser der wohl bekanntesten Schreckens-Utopie des 20. Jahrhunderts populär. Die Anti-Utopie, eingebettet in die totalitären Erfahrungen des Stalinismus wie auch des Faschismus in Spanien und des Nationalismus in Deutschland, aber auch des britischen Imperialismus, muss als Absage an jedwede Form von Totalitarismus gesehen werden. Orwell verstand das Buch ebenso wie seine Satire "Farm der Tiere" als Negativfolie für einen demokratischen Sozialismus. Das Jahr 1984 ist zwar vergangen, ohne dass sich die Schreckensvisionen erfüllt hätten, an Aktualität hat dieses Werk trotzdem kein bisschen verloren.
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zeronzeron25.08.2011 11:04
Wow so ein Artikel hier bei Gamona da bin ich ist mal positiv überrascht.
Mit Big Brother is glaub ich gemeint das die Regierung alles überwacht was du tust .
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mr_ckymr_cky30.09.2010 10:52
äääähm ich verstehe grade nicht was das genau mit Big Brother zu tun hat... das ist doch 1. Freiwillig & 2. ist Big Brother nicht die Regierung oder wie war das noch mal?! o0
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chuckbroozegchuckbroozeg19.03.2010 18:37
dumm schrieb:
Im Internet auf Facebook, Yappi, Xing, Twitter etc werft ihr eure Daten ohne ein Wimpernzucken den
Im Internet auf Facebook, Yappi, Xing, Twitter etc werft ihr eure Daten ohne ein Wimpernzucken den Anbietern vor, wettert auf der anderen Seite aber


selten so n schwachsinn gehört.
in aller regel sind die, welche gegen voratsdatenspeicherung sind, genau die welche sich bei solchen diensten entweder gar nicht oder mit fakedaten anmelden.
nichtmal ebay hat meinen wahren namen.

und vorratsdatenspeicherung so wie sie die stasi 2.0 ähm schäuble ähm ihr wisst schon wer alles ^^ haben will geht doch weit darüber hinaus was du durch verknüpfungen in social networks preisgibst.

mal ganz abgesehen davon das ich meine spuren im netz bei solchen diensten freiwillig hinterlasse und vorratsdatenspeicherung nicht freiwillig ist.

und dein schutz den du erwähnst wie soll der bestehen. beschäftige dich mal mit dem thema. dsa ganze geht doch nur um die kontenntmafia und nicht um antiterrorermitlung oder was auch immer.
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Aires17.03.2010 21:30
Ich kann überall das eingeben was ich will und freigeben für wen ich will. Facebook ist zudem recht Skandalfrei, genauso wie Microsoft. Jeder Affe jammert über Microsoft, bis heute scheinen sie meine 10 Jahre alten Daten nicht verloren zu haben? Es gibt Orte da wird Datensicherheit größer geschrieben, und bei anderen überlegt man sich halt was man eingibt.
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ersdenkn17.03.2010 21:20
oh man du bis selber doof ich bin übeeall angemeldet. bei schüler vz, icq, kwick, steam, ubisoft, ea, gamespy. un weisste was ich bin trozdem voll anonym weil ich hab mein firefox gehackt damit keine chronik gibt. also erst denke dann posten lol!!!1
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dumm17.03.2010 21:01
Im Internet auf Facebook, Yappi, Xing, Twitter etc werft ihr eure Daten ohne ein Wimpernzucken den Anbietern vor, wettert auf der anderen Seite aber gegen die Regierung, die euch vor einer echten Gefahr schützen will. Doppelmoral vom Feinsten. Eine Generation unter Paranoia. Gratulation!
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P0sP0s17.03.2010 16:23
Was da versucht wurde, ist echt eine Frechheit. Und das ACTA auf europäischer Ebene ist nochmal eine ganz andere Liga. Wie kann man die Strafverfolgung den Klägern (Unterhaltungsindustrie) überlassen? Unglaublich.
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