Die Spieleindustrie kämpft schon seit ihrem Bestehen gegen Softwarepiraterie. Die Rede ist von Raubkopien, Diebstahl von geistigem Eigentum und Einbrüchen in Sicherheitssysteme, wie z. B. kürzlich bei der PS3 geschehen.

Aktuelles - Software-Piraterie ist kein Diebstahl

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Man kann Online-Accounts nicht stehlen? Weit gefehlt. Aber dass bei Sotwarepiraterie nichts gestohlen, sondern vervielfältigt wird, klingt einleuchtend, hängt allerdings stark von der Betrachtungsweise ab.
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Der Entwickler von Minecraft, Markus Persson, sieht das ein wenig anders. Softwarepiraterie ist kein Diebstahl, denn es wird ja nichts gestohlen, sondern vervielfältigt:

„Piraterie ist kein Diebstahl. Wenn du ein Auto stiehlst, dann ist das Original verloren. Wenn du ein Spiel kopierst, dann gibt es ganz einfach mehr davon in der Welt.“

Genauso wie es für ihn keine entgangenen Umsätze gibt. Was sollte das denn auch schon sein? Ein schlechtes Review? Oder vielleicht ein verpasstes Auslieferungsdatum?

Perssons Kommentare dürften ziemlich umstritten sein, wenn man bedenkt, dass die Entwickler ansonsten mit extrem harten Bandagen gegen Softwarepiraterie kämpfen und jedes Bisschen Umsatz mit Klauen und Zähnen verteidigen. Dabei betrachten die meisten Entwickler Softwarepiraten nicht unbedingt als das pure Böse, sondern als potenzielle Käufer - die nun eben nicht kaufen, sondern kostenlos Spielen. Eine Idee, um dem entgegen zu wirken, ist „Software als Service“ - also im Grunde kleine, handliche Spiele, die regelmäßig Update bekommen und aufgewertet werden. Ob es sich dabei dann allerdings um kostenlose Updates oder kostenpflichtige Download-Inhalte handelt, ist noch nicht entschieden.

Für Persson ist es die Herausforderung, ein Spiel zu machen, das länger als eine Woche dauert. Man könnte ja keinen Online-Account stehlen.

Wenn er wüsste, wie sehr er sich damit irrt. Erst letztes Jahr flogen Hunderttausende von gestohlenen WoW-Accounts auf, die vermutlich von Gold-Farmern benutzt wurden und für teures Geld verkauft werden sollten.