Derzeit erhitzt eine Nachricht die Gemüter der MMO-Gemeinde wie keine andere: Laut einer Pressemeldung hat Sony Online Entertainment (SOE) den früheren IGE-Mitarbeiter Dave Christensen eingestellt. Zur Erklärung: IGE ist eine Internetfirma, die sich auf den Verkauf virtueller Waren, wie zum Beispiel Gold oder Gegenstände, spezialisiert hat. Eine Firma also, die SOE (wie auch anderen Herstellern) über Jahre ein Dorn im Auge war. Schließlich handele man dort mit dem geistigen Eigentum der Entwickler, so der erboste Tenor der Hersteller. Der wesentlich gravierendere Grund dürfte jedoch sein, dass Firmen wie Blizzard und Co. so aber ein gehöriger Teil des Kuchens durch die Lappen geht. Warfen die Geschäfte von IGE doch Erträge ab, die man in den Chefetagen der Spielefirmen lieber auf dem eigenen Konto gesehen hätte.

SOE reagierte als Erstes und trat mit Station Exchange auf den Plan, einer eigenen Handelsplattform für virtuelle Güter. Der Erfolg hielt sich jedoch in Grenzen. Christensen der künftig als Vize Präsident der Geschäftsentwicklung fungiert, soll nun frischen und kreativen Wind in SOE's Konzept bringen, um so die Position von Station Exchange auf dem Online Handel-Markt zu verstärken.

Für Fans und Spieler ein untragbarer Umstand. Seit Tagen laufen die amerikanischen Foren heiß, Diskussionen zwischen Gegnern und Befürwortern füllen mittlerweile ganze Seiten. Während die Einen vom "Pakt mit dem Teufel" und dem "Verlust der Glaubwürdigkeit" sprechen, meinen die Anderen, die Übernahme sei lediglich eine logische und schlaue Konsequenz seitens SOE, nach dem Motto "Wenn du sie nicht schlagen kannst, verbünde dich mit ihnen."

Wie seht ihr diese Entwicklung? Verrät Sony Online Entertainment auf diese Weise die eigenen Prinzipien? Ist es Geldgier die SOE antreibt oder einfach der legitime Versuch auf einem aufstrebenden Markt selbst Fuß zu fassen? Wir möchten eure Meinung zu dem Thema hören und freuen uns auf eure Kommentare.