Social-Games werden immer populärer. Prominente Entwickler wie Sid Meier oder Richard Garriott haben das auch erkannt und entwickeln fleißig für Social Network Communities a la Facebook und Co. Eine neue Studie im englischsprachigen Raum des Social-Games-Entwicklers PopCap, die unter anderem durch Plants vs Zombies oder der Bejeweled-Reihe bekannt geworden sind, zeigt nun auf, wie der durchschnittliche Social-Gamer aussieht.

Kurz vorweg, das Ergebnis dürfte einige überraschen. Der durchschnittliche Social-Gamer ist nämlich ca. 40 Jahre alt und weiblich. Die Umfragen der Studie ergeben, dass sich ca. 24 Prozent der Internetnutzer regelmäßig mit Social-Games die Zeit vertreiben. Rechnet man diese Zahl hoch, kommt man zu dem Ergebnis, dass allein in den USA sowie in Großbritannien ca. 100 Millionen Spieler dieses Angebot nutzen.

Schenkt man den Analysten glauben, wird die Sparte der Social-Games allein dieses Jahr einen Umsatz von ca. einer Milliarde US-Dollar einfahren. Respekt! Die Umfrage war wie folgt aufgebaut: PopCap hat 1.202 Spieler befragt. Davon stammen 800 Teilnehmer aus den USA und 402 aus Großbritannien. Unter Social-Gamer versteht man Menschen, die Pausen-Games auf sozialen Netzwerken wie MySpace oder Facebook mindestens einmal pro Woche spielen.

Frauen haben jeweils in Amerika mit 55% sowie im Vereinigten Königreich mit 58% einen leicht höheren Anteil vorzuweisen. Laut der Studie ist der durchschnittliche Social-Gamer 43 Jahre alt. Diese Zahl ergibt sich aus dem amerikanischen Schnitt von 48 Jahren und dem englischen Schnitt von 38 Jahren.

Weitere Ergebnisse der Studie sind, dass Frauen (68%) Social-Games lieber mit Bekannten spielen als alleine. Männer (56%) dagegen ist dies weniger wichtig. Insgesamt geht der Trend aber in die Richtung, dass man solche Titel mit Freunden aus dem echten Leben (62%) oder zumindestens mit virtuellen Freundschaften (56%) zusammen spielt.

Mit Leuten, die man gar nicht kennt, spielt man eher weniger (37%) zusammen. In den USA ist man aber mit 41% Fremden generell aufgeschlossener, als die Spieler aus dem Vereinigten Königreich. Dort würden nur 29% mit komplett Fremden eine Partie wagen. Auch bei der täglichen Spielzeit liegen die Amerikaner vor den Engländern. So spielen insgesamt 68% der Befragten US-Teilnehmer täglich, während es bei den Engländern „nur“ 55% sind. Dabei spielen beide Parteien durchschnittlich über eine halbe Stunde am Tag.

Nur ca. 10 Prozent gaben an, mehr als drei Stunden täglich mit dem Spielen von Social-Games zu verbringen. Interessant ist auch, dass nur ca. sechs Prozent der erfassten Social-Gamer 21 Jahre alt oder jünger sind. Wie sieht es bei euch aus? Würdet ihr euch auch zu der Kategorie „Social-Gamer“ zählen oder bleibt neben den regulären Games keine Zeit mehr für solche Pausen-Spiele?