Die chinesischen Entwickler Zhejiang Zhile Network und Hortor Soft sind unter Kritik geraten, nachdem herauskam, dass ihr mobiles Ratespiel Fengkuang Laiwang die Videos der Spieler ohne deren Einverständnis ins Internet hochgeladen hat, wo sie öffentlich für alle einsehbar waren.

Aktuelles - Smartphone-Spiel lädt Videos der Spieler ohne ihre Erlaubnis ins Internet

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Ich lade deine Videos hoch und du schaust buchstäblich dumm aus der Wäsche!
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Stellt euch vor, ihr macht ein Nacktvideo von euch selbst und schickt es eurem Liebsten / eurer Liebsten über Whatsapp - und Whatsapp schickt es gleichzeitig auch jedem einzelnen Whatsapp-Nutzer. Größer könnte der Schaden gar nicht sein. In Zeiten, in denen Nutzer paradoxerweise freiwillig viel von sich preisgeben, und dennoch in Social Networks auf größtmögliche Privatsphäre pochen, ist ein derartiger Fall quasi das Todesurteil für einen Entwickler, der es sich mit dem Vertrauen der Nutzer verscherzt.

So geschehen beim mobilen Scharade-Spiel Fengkuang Laiwang der chinesischen Entwickler Zhejiang Zhile Network und Hortor Soft. Wie bei einem üblichen Scharadespiel müssen die Spieler einen Begriff phantomimisch darstellen, während ein anderer Spieler versucht, den Begriff anhand der Vorführung zu erraten. Dazu nimmt das Spiel das Ganze per Video auf, um es den Spielern zuzusenden, die raten sollen.

Was die Spieler allerdings nicht wussten: Das Spiel lud die Videos allesamt auch auf die chinesische Seite Youku hoch, dem chinesischen Pendant zu Youtube, und das ohne die ausdrückliche Genehmigung der Spieler. Auf Youku waren die rund 35.000 Clips öffentlich einsehbar. Insgesamt wurden die Clips in der Zeit über 3 Millionen Mal angeklickt worden. Das Brisante dabei: Viele der Spieler sind nicht nur eindeutig zu erkennen, sie sind auch häufig halbnackt bis nackt.

Die Entwickler entschuldigten sich für ihren Fauxpas und haben bereits Maßnahmen ergriffen, um die Videos von der Webseite löschen zu lassen.