Nicht nur die Piratenpartei macht sich für Privatkopien stark, seit einiger Zeit sind auch die Verbraucherschützer des Bundesverbandes mit ganzem Einsatz dabei. So starteten diese kürzlich eine Aktion, mit dem jeder ein Zeichen setzen kann: im virtuellen Gefängnis!

Dort können sich Internet-Nutzer unter dem Motto "Privat kopieren ist kein Verbrechen" aus Protest einsperren lassen. Dazu muss man lediglich ein representatives Bild hochladen und erklären, warum man sich hat freiwillig in den virtuellen Knast einsperren lassen.

Durch das Projekt soll Aufklärung geschaffen werden. Durch die Urheberrechts-Novelle drohe Millionen Bürgern eine Kriminalisierung. Denn eine Privatkopie ist dann nicht mehr erlaubt, wenn für die Kopie ein wirksamer technischer Schutz umgangen werden muss. Zusätzlich würde es mit dem neuen Urheberrecht einem "zivilrechtlichen Auskunftsanspruch gegenüber Dritten" geben. Medienkonzerne hätten damit das Recht, die Herausgabe persönlicher Daten der Kunden von Internetserviceprovidern zu erzwingen, die dann mit Klagen überzogen werden könnten.

" Es ist absurd, Millionen Bürgern mit Gefängnis zu drohen und sie auf eine Stufe mit kommerziellen Produktpiraten zu stellen", so Christoph Bautz vom Online-Netzwerk Campact . "Bei einer nichtgewerblichen Kopie für den privaten Gebrauch handelt es sich schlimmstenfalls um eine Bagatelle."