Die so genannten Serious Games sind weltweit eher eine Nischenthema, denn mit normalen Spielen kann man sie meist nicht vergleichen. Ist das vorrangige Ziel hier doch Wissen zu vermitteln und einen Lerneffekt zu erzeugen.

Aktuelles - Serious Games Awards 2010 Gewinner

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Am 5. März wurden diese Serious Games Awards nun bereits zum 4. Mal verliehen. Der Preis ist insgesamt mit 22.500 Euro dotiert. Hier die Gewinner sowie die Gründe der Jury, warum ausgerechnet diese Programme mit dem Preis ausgezeichnet wurden.

Serious Games Award Gold (10.000 Euro)
"Willi wills wissen: Bei den Wikingern"

Serious Games Award Silber (7.500 Euro):
"Virtuelles Training für Polizeieinsatzkräfte"

Serious Games Award Bronze (5.000 Euro):
"Team Player"

Das zu der gleichnamigen Fernsehserie gehörende Lernspiel "Willi wills wissen: Bei den Wikingern", war bei der Preisverleihung der strahlende Gewinner und bekam den Serious Games Award 2010 in Gold. Die Jury begründete die Entscheidung zugunsten dieses Spiels damit, dass hier gerade auch das eigenmotivierte Lernen durch die hervorragende Umsetzung gefördert würde. Das interaktive Spiel führt Kinder ab 8 Jahre in spielerischer Weise und mit realistischer 3D-Grafik sowie mit Einspielvideos in die Geschichte der alten Wikinger ein.

Der Serious Games Award in Silber ging an das Spiel "Virtuelles Training für Polizeieinsatzkräfte". Dieses wurde im Auftrag des Landes Baden-Württemberg entwickelt und dabei durch die Universität Tübingen wissenschaftlich begleitet. In der Simulation können mit Hilfe eines Editors verschiedene Trainingsszenarien realitätsgetreu nachgestellt werden, mit denen Polizeikräfte auf reale Einsätze vorbereitet werden. Besondere Anerkennung der Jury fanden dabei neben der anspruchsvollen 3D Optik vor allem auch multimediale und kommunikative Aspekte, wie beispielsweise die Verbindung der einzelnen Spieler über Funk und die Möglichkeit der Aufzeichnung von durchspielten Szenarien für eine genaue Nachbetrachtung durch die Anwender.

Der Serious Games Award in Bronze ging an den Prototypen des Spiels "Team Player" des Hamburger Entwicklers Daedelic Entertainment. Bei dem Spiel geht es vor allem um die Stärkung der fachlichen und interkulturellen Kompetenzen junger Auszubildender. Die Jury lobte gerade die gelungene spielerische Verbindung dieser beiden Schlüsselkompetenzen in einem Spiel. Weiterhin betonte die Jury, dass bei diesem Serious Game der Spielspaß besonders im Vordergrund stünde, weshalb eine gerade bei der Zielgruppe erfolgversprechende unterschwellige Aufnahme der vermittelten Lerninhalte erfolgen könne. Das Spiel ist als Point & Click Adventure konzipiert und lässt die Spieler in verschiedene Persönlichkeiten und Berufsbilder schlüpfen, um anspruchsvolle kommunikative und fachliche Aufgaben bzw. Rätsel zu lösen.