Der kalifornische Gesetzesentwurf, welches den Verkauf und Verleih von gewalttätigen Videospielen an Minderjährige verbietet, soll jetzt vom Obersten US-Gericht in einem Grundsatzurteil überprüft werden.

Ein US-Bundesgericht hatte letztes Jahr nach einer Klage der ESA (Entertainment Software Association), den Gesetzesentwurf als Verstoß gegen die Meinungsfreiheit gesehen und aufgehoben. Jetzt bleibt Gouverneur Arnold Schwarzenegger nur noch der US Supreme Court, um das Gesetz doch noch einzuführen.

Es ist das erste Mal, dass der Supreme Court in einem Fall über Videospiele richtet und will diesen in der im Oktober beginnenden Sitzungsperiode annehmen.

Tritt das Gesetz in kraft, so müssten Händler, die dagegen verstoßen, eine Geldstrafe von bis zu 1000 Dollar zahlen. Außerdem sieht das Gesetz strikte Kennzeichnungsvorschriften vor.

Die ESA, zu denen unter anderem Electronic Arts, Microsoft und Sony Computer Entertainment America gehören, will zusammen mit einer anderen Mediengruppe erneut auf das Recht der Meinungsfreiheit setzen, welches sie durch Umfragen gestärkt sehen. Außerdem sollten Videospiele den gleichen Schutz wie Bücher, Filme und Musik erhalten.

Schwarzenegger hingegen lobte das Gericht, sich dem Fall anzunehmen. „Wir haben eine Verantwortung gegenüber unseren Kindern und Gemeinden, sie vor den Auswirkungen von Spielen, die äußerst gewalttätige Aktionen zeigen, zu schützen. Genau so, wie wir es auch schon mit Filmen machen.“

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