Der Battle.net-Authenticator und die Sicherheit von persönlichen Daten auf der Online-Plattform ist Streitpunkt einer neuen Sammelklage gegen Blizzard. Der Entwickler hat bereits eine Stellungnahme dazu abgegeben.

Aktuelles - Sammelklage gegen Blizzard aufgrund mangelnder Account-Sicherheit

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Hätte Blizzard mehr für die Account-Sicherheit tun können?
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In der Klage heißt es, Blizzard würde Millionen mit dem Verkauf eines Sicherheitsproduktes verdienen, das Spieler benötigen um ihre Daten vor Hackern zu schützen, ohne dass etwas unternommen wird, die Accounts sicherer zu machen. Insgesamt 26 Millionen Dollar habe Blizzard durch den Verkauf des Authenticators (kostet 9,99 Euro bzw. kostenlos als Smartphone-App) eingebracht.

Zudem habe es Blizzard nicht geschafft, die privaten Informationen von Usern mit ausreichenden Maßnahmen zu schützen und dabei gar nachlässig, bewusst und/oder leichtsinnig gehandelt. Deshalb war es Hackern möglich, mehrmals auf diese Daten zuzugreifen, zuletzt im August. Dabei habe weder Activision noch Blizzard die „rechtlich notwendigen Schritte“ unternommen, um Spieler darüber zu informieren.

Die Kläger fordern Schadensersatz und möchten mit einer gerichtlichen Verfügung verhindern, dass Konsumenten zusätzliche Kosten aufgezwängt werden, nachdem sie das Spiel gekauft haben. Außerdem sollen Spieler nicht mehr gezwungen werden, einen Battle.net-Account zu besitzen, um auf die Spiele zugreifen zu können.

Blizzard selbst merkt in einer Stellungnahme an, dass die Klage nicht nur unbegründet, sondern auch falsche Informationen beinhalte und man sich entsprechend dagegen wehren werde. Die Aussage, man hätte Spieler nicht ausreichend über den Hack im August informiert sei schlichtweg falsch, wie etwa dem öffentlichen Brief und den FAQ zu diesem Thema zu entnehmen ist.

Der Battle.net-Authenticator sei zudem nicht dafür gedacht, dem Battle.net-Account ein Mindestlevel an Sicherheit zu bieten. Es handle sich um ein optionales Tool für Spieler, damit sie ihren Account schützen können, wenn ihre Login-Informationen außerhalb der Netzwerk-Infrastruktur von Blizzard kompromittiert werden. Etwa durch einen Phishing-Angriff oder Schadsoftware.

„Da die Spieler letztendlich selbst für die Sicherheit ihres eigenen Computers verantwortlich sind, und der Authenticator eine zusätzliche Unbequemlichkeit während des Login-Prozesses darstellt, überlassen wir die Entscheidung den Spielern, ob sie einen Authenticator für ihren Account nutzen wollen", so Blizzard.