In den letzten Jahren hat die Spielebranche einen Ruck in Richtung der Gelegenheitsspieler, der Casual Gamer, gemacht. Dieser Ruck ging zu Lasten der Core-Gamer, jener Zocker-Gruppe, die einmal die Kernzielgruppe der Branche ausmachte. Doch diese Ausrichtung birgt eine Gefahr, glauben jetzt Experten.

Erleuchtung in dieser Hinsicht brachte die Wirtschaftskrise. Denn die ist jetzt verantwortlich, dass die in den vergangenen Monaten und Jahren hinzugewonnenen Casual-Gamer den Markt wieder links liegen lassen. Der Core-Zocker hingegen bleibt, denn:

"Solange der Gamesfan über ein geregeltes Einkommen verfügt, wird er Spiele kaufen", analysiert Billy Pidgeon von IDC und auch Michael Pachter von Wedbush Morgan Securities hat erkannt: "Ob reich oder arm, auf das Kaufverhalten des Core-Gamers hat die Rezession kaum Auswirkungen.". Verschiedene Marktforschungsinstitute unterstützen diese neue Sicht der Dinge.

Die Core-Gemeinden wird das freuen, denn während sich Gelegenheitsspieler über eine schier unüberschaubare Anzahl an Titeln erfreuen, dürsten die treuen Profis schon lange nach neuem, qualitativ hochwertigem Futter mit Langzeitwert. Und früher oder später kann, das sollten die Entwickler nicht vergessen, aus so manchem Casual-Gamer auch ein Spieler mit etwas höheren Ansprüchen werden.