Gestern berichteten wir noch darüber, dass der gamescom-Veranstalter prüfe, ob medienrechtliche Grenzen bei dem fragwürdigen RTL-Gamescom-Beitrag übertreten wurden. Tausende Spieler reichten zudem über das Portal www.programmbeschwerde.de Beschwerden ein, die direkt an die Niedersächsische Landesmedienanstalt (NLM) gingen.

Nun äußerte sich die NLM dazu. Demnach habe die Prüfung ergeben, dass der umstrittene Beitrag nicht gegen die Bestimmungen des Rundfunkstaatsvertrages verstoße. Unabängig von dieser rechtlichen Bewertung habe die NLM Verständnis für die Empörung, die durch diesen Beitrag ausgelöst wurde.

"Der Beitrag ist durch seine unverblümte Tendenz sicher ärgerlich, aber keinesfalls rechtswidrig. In einer freiheitlichen Medienordnung können und müssen derartige Berichte toleriert werden. Ich hoffe sehr, dass die Gamer-Szene, die ja selbst für Freiheitsrechte eintritt, dies am Ende akzeptieren kann", kommentiert der Direktor der NLM, Andreas Fischer.