Normalerweise sind es die Publisher und Spieleentwickler, die sich darüber den Kopf zerbrechen, ob ihre Schutzmechanismen ausreichen werden. Doch dieses Mal ist es genau umgekehrt. Führende Gruppen der Cracking-Szene warnen davor, dass es in zwei Jahren keine raubkopierten PC-Spiele mehr geben werde.

Aktuelles - Raubkopierer machen sich Sorgen, dass PC-Spiele bald nicht mehr zu knacken sind

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Bye bye Raubkopierer!
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Was haben sich Publisher und Spieleentwickler nicht immer für Mühe gegeben, Raubkopierern das Leben schwer zu machen. Die ausgeklügelsten System wurden entworfen, die kreativsten Mechanismen eingeführt. Geholfen hat es am Ende nie. Es war immer nur eine Frage der Zeit, bis der Kopierschutz geknackt, ein DRM-System ausgehebelt wurde.

Zuletzt hieß es, der chinesischen Cracking-Gruppe 3DM sei es gelungen, das bis dato als unüberwindbares Kopierschutzsystem bekannte Denuvo der österreichischen Denuvo Software Solutions GmbH zu knacken.

Doch genauso wie die Cracker, die immer neue Wege finden, verbessern die Entwickler ihre Kopierschutzsysteme fortwährend. Und die aktuelle Iteration der Anti-Tamper-Technologie von Denuvo soll eine besonders harte Nuss sein.

Keine Raubkopien mehr in zwei Jahren

Genau diese Iteration kommt bei der PC-Version von Square Enix und Avalanche Studios' Just Cause 3 zum Einsatz. Das Ergebnis: keiner Cracking-Gruppe ist es bislang gelungen, den Kopierschutz zu umgehen - auch nicht 3DM.

"In letzter Zeit haben viele Leute nach Cracks für Just Cause 3 gefragt. Daher nun eine Antwort darauf. Der letzte Schritt ist zu schwierig und Jun [der Cracker] hat fast schon aufgegeben, aber letzten Mittwoch konnte ich ihn dazu ermutigen, fortzufahren", so Gruppengründer Bird Sister. "Ich bin noch immer der Meinung, dass dieses Spiel geöffnet werden kann. Aber aufgrund der letzten Entwicklungen in der Verschlüsselungstechnologie befürchte ich, dass es in zwei Jahren keine kostenlosen Spiele mehr auf der Welt geben wird."

Selbstverständlich muss man sagen, dass Bird Sister hier wohl ein wenig pessimistisch in die Zukunft blickt. Nicht jedes Spiel greift auf Denuvo zurück. Allerdings ist klar, dass dies einen klaren Sieg für die Publisher darstellt. Denn an jedem Tag, an dem ein Spiel noch nicht gecrackt wurde, gibt es unter Umständen einen ungeduldigen Spieler mehr, der es dann doch legal über Steam erwirbt.

Sales und Steam steigern Verkäufe

Und hier liegt auch die Krux: der wahrscheinlich einzige Grund, sich eine Raubkopie herunterzuladen besteht für viele im finanziellen Aspekt. Doch die vielen Sales, nicht nur über Steam, machen es den Spielern leicht, sich für den legalen Weg zu entscheiden. Die Preise gerade für PC-Spiele sinken meist sehr schnell nach der Veröffentlichung und spätestens ein Jahr nach dem Start kann man selbst viele AAA-Titel für weit weniger erwerben.

Steam konnte erst am vergangenen Sonntag einen neuen Nutzer-Rekord an gleichzeitig eingeloggten Spielern aufstellen. Und beim letzten Winter Sale gab es Mad Max - The Game, das erst im September erschienen ist, bereits für 16, 99 Euro.

Was meint ihr? Wird es so kommen wie 3DM prophezeit?

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