Laut dem GEO Magazin ist es dem Darmstädter Kriminalpsychologen Jens Hoffmann gelungen, ein Online-Programm zu entwickeln das potenzielle Amokläufer erkennen kann.

Das Amokläufe schlimm sind: Keine Frage! Dass die Gamer ihr Hobby als Sündenbock missbrauchst sehen: Lange bekannt. Aber was wäre wenn die Killerspiele tatsächlich zu Gewalttarten anregen würden? Dann bräucht man doch bestimmt ein Programm, dass diese potenziellen Gewalttäter aufspürt.

Und genau das soll Hoffmann jetzt gelungen sein. Daher findet sein Programm auch bereits in einigen Schulen Deutschlands und bei der Stadtpolizei Verwendung. Weitere Schulen und schulpsychologische Dienste werden bereits jetzt in dessen Nutzung ausgebildet.

Das Dynamisches Risiko Analyse System (kurz: DyRiAS) hat nun die Aufgabe die Reize aufzuspüren, die jeder Jugendliche vor einem Amoklauf aussendet (nein, kein Scherz). Und um das zu erreichen werden dem Schüler einige Fragen gestellt.

"Hat sich der Schüler positiv über Gewalttäter geäußert? Beschäftigt er sich mit dem Tod? Steht ein für ihn kritisches Ereignis bevor?", sind einige der gestellten Fragen. Das System unterzieht nun die gegebenen Antworten einer mathematischen Analyse, die dem Programm aufzeigt, ob es ähnliche Schemata wie bei bisherigen Amokläufern gibt.

Auf jeden Fall werden die Ergebnisse am Ende in einer Art Ampelsytem dargestellt: Grün bedeutet in diesem Fall keine Gefahr. Gelb ist mit Vorsicht zu genießen, aber vorerst auch ungefährlich. Bei Rot handelt es sich jedoch um einen potenziell gefährlichen Schüler. Dieser wird dann genauer im Auge behalten und in manchen Fällen wird vorsichtshalber schonmal die Polizei alarmiert.

Das GEO-Magazin berichtet weiter, das DyRiAS nachträglich Tests vorgenommen hat, die eine korrekte Prognose der Amokläufer der letzten Jahre entspricht. Bei dem Jungen, der 2009 in in Winnenden 13 Menschen erschossen hatte, reagierte das Programm als Beweis seiner Funktionalität mit einem Warnhinweis - Kunststück, wenn seine Daten als Vorlage der Analyse dienten.