Ihr seid übergewichtig und Spielefans? Dann unterstützt ihr laut einem Professor der Universität von Baltimore eine Industrie, die sich über Übergewichtige lustig macht.

Aktuelles - Professor prangert an: Videospiele machen sich über Übergewichtige lustig

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Die fette Prinzessin hat keinerlei Nutzen
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Die Gaming-Welt wurd ein letzter Zeit von der Debatte um Gleichberechtigung und Frauenfeindlichkeit beherrscht. Doch für Todd Harper, einem Professor der Universität von Baltimore gibt es noch ein weiteres Problem: Seiner Meinung nach würden übergewichtige in Videospielen diskriminiert. Auf eine Art und Weise, die verletzend sei.

So würden dicke Charaktere in Videospielen immer nur essen wollen und würden entweder versuchen, schlank zu werden oder hätten eine völlig verzerrte Sicht auf sich selbst - sprich: Sie hielten sich für besonders attraktiv, während das Spiel dem Spieler selbst klarstellt, dass sie es absolut nicht seien. Ganz im Gegenteil, übergewichtige, oder besser, fette Charaktere seien häufig außerordentlich hässlich oder gar eklig. Zudem seien sie dann entweder feindlich gesinnt oder einfach nur dumm wie Brot. Und wenn sie es nicht seien, dann wären sie zumindest schwache Charaktere. Und all diese negativen Aspekte und Vorstellungen summieren sich in ihrem Aussehen - sie sind einfach nur fett.

Natürlich sei das kein Problem, das Videospiele erst geschaffen hätten, sie entsprechen hierin ja sogar gesellschaftlichen Wertevorstellungen und Klischees. Professor Harper wünscht sich dementsprechend, dass sich die Entwickler mal über derlei Stereotypen hinwegsetzen und dicke Charaktere nicht nach ihrem Äußeren definieren würden. "Gebt uns mal eine fünfsekündige Auszeit", so Harper, der übrigens selbst übergewichtig ist. "Ich bekomme Witze über Dicke schließlich jeden Tag von Fremden zu hören."