Die Business Software Alliance (BSA) gab jetzt im Umfang der Global Piracy Studie bekannt, das Deutschland eines der 19 Länder weltweit, mit der höchsten Pirateriequote sei.

Demnach ist 28 Prozent, der in Deutschland eingesetzten Software, eine Raubkopie. Als Grund gab die Studie an, dass der Gesamtmarkt für Computersoftware auf Grund der Wirtschaftskrise schrumpfte und somit der Prozentsatz der illegalen Software um einen Prozentpunkt anstieg.

Laut Statistiken der BSA wurde im vergangenen Jahr in Deutschland Software mit einem Wert von 1.35 Milliarden Euro raubkopiert. "Die Studie zeigt, dass noch viel Arbeit der BSA bei der Bekämpfung der Piraterie nötig ist", so der Direktor für Zentral- und Osteuropa Georg Hernleben. "Am Ende der schlimmsten Rezession seit zwanzig Jahren müssen wir die Regierungen, Unternehmen und Endanwender verstärkt über die Risiken und Nachteile des Softwarediebstahls aufklären, vor allem auch auf die verheerenden Auswirkungen auf die örtliche Wirtschaft.".

Mit einem Gesamtwert von 1,7 Milliarden raubkopierter Software ist Frankreich der Spitzenreiter in der Europäischen Union (Pirateriequote: 40 Prozent). Die niedrigste Quote kann wie im letzten Jahr Luxemburg aufweisen (21 Prozent).

In Osteuropa sieht es jedoch viel schlimmer aus! Zwar sank die Durchschnitts-Pirateriequote im Allgemeinen um einen Prozentpunkt, doch haben Länder wie Bulgarien (67 Prozent), Rumänien (65 Prozent), Polen (54 Prozent), Slowenien (46 Prozent) und Ungarn (41 Prozent) immer noch stark mit der Piraterie zu kämpfen.

Sprichwörtlich den Vogel abgeschossen hat man aber ausserhalb der EU. In dem kleinen Land Georgien ist laut BSA 95 Prozent der verwendeten Software raubkopiert. Der nördliche Fast-Nachbar Russland richtet dafür mit 2,6 Milliarden Dollar den dritthöchsten Schaden weltweit an. Platz zwei belegt dabei China mit 7,58 Milliarden und die U.S.A. mit 8,39 Milliarden Dollar. Bei dem Letzterem tut die schiere Größe des Marktes ihren Teil dazu.

Robert Holleyman, Präsident und CEO bei der BSA, sagte dazu: "Die Studie der BSA zeigt, dass es 2009 aber auch Fortschritte im weltweiten Kampf gegen die Softwarepiraterie gab. Piraterie behindert die Innovation in der IT, die Schaffung von Arbeitsplätzen und das Wirtschaftswachstum vor Ort. Sie beraubt die Regierungen der damit verbundenen Steuereinnahmen. Die Studie zeigt auf, dass Regierungen auf der ganzen Welt noch stärkere Anstrengungen unternehmen müssen, um diesen Software-Diebstahl zu verhindern.".