Auf einem Keynote während des Reboot Develop 2015 sprach Game Designer Peter Molyneux über seine Karriere, den momentan Stand von 22cans und auch über die Lage der Videospielindustrie an sich. Für Molyneux steht fest, die Videospielindustrie ist die nahezu dominierende Unterhaltungsform.

Aktuelles - Peter Molyneux: Gaming ist das nahezu dominierende Unterhaltungsmedium

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Peter Molyneux ist und bleibt eine kontroverse Persönlichkeit
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Manch einer wird jetzt sagen, "Moment, wollte der Herr Molyneux denn nicht mehr mit der Gaming-Presse sprechen?" Richtig, das mag stimmen, aber hierbei handelte es sich um die größte Entwickler-Konferenz in Südosteuropa. "Aber er wollte doch auch nicht mehr in der Öffentlichkeit stehen?" Angesichts der Tatsache, dass 22cans gerade Jack Attridge, Molyneux' Protégé verloren hat und es generell nicht gut um das Indiestudio steht, dürfte es klar sein, dass Molyneux versucht, etwas Boden gutzumachen. Und das geht am besten auf einer Veranstaltung für Spiele-Entwickler. Die Reboot Develop 2015 in Dubrovnik, Kroatien kommt da gerade recht.

Dort ließ er mal wieder seinen Charme spielen und erzählte Anekdoten aus seiner Anfangszeit mit Bullfrog, plauderte aber auch aus dem Nähkästchen. So engagiere er niemals Leute mit Erfahrung. Stattdessen suche er gerade die unerfahrenen Entwickler, da sie in seinen Augen die nötige Begeisterung und den Kampfgeist mitbringen, den nur Frischlinge besäßen. Für ihn zähle auch die familiäre Atmosphäre eines kleinen Studios mehr als die Arbeitskraft eines Milliarden-Unternehmens. Und Molyneux, der die Industrie von Kindesbeinen an bis heute begleitet und bereichert hat, weiß, warum er ein Game Designer geworden ist: Die Videospielindustrie ist in seinen Augen die nahezu dominierende Unterhaltungsform.

"Ihr mögt euch denken, dass Curiosity: What’s Inside the Cube? eine dumme Idee war, aber ich sage euch, als das Spiel endete, war es das meistdiskutierte Thema auf Twitter. Wie cool ist das denn? Und alles, worum es ging, war, 'Was ist in der Box?' Könnt ihr euch vorstellen, wie sich das angefühlt hat? Für mich ist es das, was diese Industrie ausmacht", so Molyneux. "Wir haben nahezu 20 Jahre damit verbracht, etwas aufzubauen, von dem Sir Clive Sinclair sagte, dass es mal das dominierende Unterhaltungsmedium werden würde. Wir sind fast da. Nun ist es an der Zeit, der Welt zu zeigen, dass sie sich nicht von der Flut an Müll aus Film und Fernsehen betäuben lassen muss, weil sie sich einbringen kann. . Sie kann Rätsel lösen, Dinge erschaffen, sie kann sich wohlfühlen. Deswegen liebe ich, was ich tue."

Man kann ja über Molyneux sagen, was man will, aber eines kann man nicht behaupten, dass der Mann keine Visionen und Träume hat. Und dass er sie nicht mit Kräften verfolgt.