Nachdem Peter Molyneux erst vor wenigen Tagen offiziell bekannt gab, Lionhead und Microsoft zu verlassen, strahlt er im Moment eine gewisse Begeisterung und Entlastung aus. Die lässt er nicht nur über Twitter heraus, sondern auch in Interviews. Gegenüber Digital Spy meinte er jetzt: "Die beschissenen Controller langweilen mich zu Tode."

Für ihn liege stattdessen der Spaß darin, sich selbst zu entdecken. Man gehe aus sich heraus und bringt sich in Probleme. Ein Controller sei heutzutage genauso experimentell wie ein Backstein. Dabei sei es völlig egal, welches Spiel man vor seinen Augen habe - man wisse, wie es funktioniere. Man greife einfach den Controller und mache immer dasselbe.

Man bewege seine Finger in eine Richtung und drückt man einen Trigger, so erwartet man, dass ein Pfeil abgeschossen werde oder ein Schuss aus einem Gewehr herauskommt. Hin und wieder bewege man die Finger und das war es dann auch schon: "Wenn das das ganze Erlebnis ist, dann besteht die Erfahrung eines Spieles nur daraus, was man mit den Fingern und Daumen macht. Das ist doch Quatsch."

"Wäre ich zu dem Microsoft Spring Showcase gegangen und hätte mir die Welt anders vorgestellt: Stellt euch vor, wir hätten Kinect und ich sage, dass es das beste Spielgerät auf der ganzen Welt ist. Wenn man mich dann fragt, was es kann, sage ich, dass ihr diesen Daumen und diesen Finger verwenden könnt. Ihr würde mich doch umbringen."

Da müsse es laut Molyneux einfach mehr geben. Es sei wie [die TV-Serie] Hollyoaks. Man könne sich hinsetzen und Hollyoaks anschauen, bis die "Kühe" heimkommen und man feststellt, das Leben ziehe an einem vorbei. Er möchte aber die Menschen dazu bringen, über ein Spielerlebnis nachzudenken, bei dem man sich die Frage stellt: "Was wäre, wenn?"

Ein Hinweis darauf, dass sich Molyneux bei seinem nächsten Projekt vom klassischen Controller verabschieden möchte?