An diesem Wochenende kam es erneut für Stunden zu Ausfällen im PlayStation Network und bei Xbox Live. Teilweise sind die Auswirkungen der Ausfälle noch immer zu spüren. Die infame Hackergruppe Lizard Squad bekannte sich zu den DDoS-Attacken.

Aktuelles - Online-Ausfälle: Ist die Hackergruppe Lizard Squad zurück?

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Ist Lizard Squad schuld an den Ausfällen?
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In der Nacht zum Samstag kam es sowohl im PlayStation Network als auch bei Xbox Live zu stundenlangen Ausfällen, die auch jetzt noch nicht ganz behoben sind. Bei Xbox Live sind noch immer die Bereiche Social Media und Gaming für die Xbox 360 als "eingeschränkt" markiert. Dazu die Beschreibung: "Dieses Problem ist uns bekannt, und wir arbeiten an einer Lösung. Wir möchten uns für die Unannehmlichkeiten entschuldigen und bedanken uns für Ihre Geduld."

Auch Sony sprach die Ausfälle beim eigenen Network-Dienst an. "Wir sind uns im Klaren darüber, dass einige Nutzer derzeit Probleme haben, sich mit dem PlayStation Network zu verbinden. Danke für eure Geduld, während wir die Sache untersuchen", so das Statement von Sony über Twitter.

Was war geschehen? Die Probleme bei beiden Unternehmen zur nahezu gleichen Zeit? Steckte da wieder eine DDoS-Attacke dahinter? Und tatsächlich, nur wenige Stunden nach den Ausfällen meldete sich eine infame Hackergruppierung zu Wort, die bereits an Weihnachten letzten Jahres für Unruhe sorgte - Lizard Squad. So twitterte die Hackergruppe das folgende Statement nur Stunden nach den Ausfällen:

"Wir sind zurück". Ob die Gruppe wirklich für die Ausfälle verantwortlich ist, das kann man momentan nicht völlig sicher bestätigen, schließlich hat sie sich schon des Öfteren mit derlei "Lorbeeren" geschmückt. Über Weihnachten 2014 sorgte Lizard Squad aber in der Tat für Chaos, als sie durch massive DDoS-Attacken die Onlinedienste von Sony und Microsoft derart torpedierten, dass sie lahmgelegt wurden. Selbst das Einschreiten von Megaupload- / MEGA-Gründer Kim Dotcom, selbst ein begeisterter Gamer, konnte die Attacken nicht stoppen.

Ein mutmaßliches Mitglied der Gruppe wurde im Anschluss darauf von der britischen Polizei festgenommen, als es versuchte, die von Kim Dotcom als Lösegeld gedachten MEGA-Premium-Accounts zu verkaufen.

Der Sicherheitsexperte Brian Krebs ging damals davon aus, dass die übrigen Mitglieder von Lizard Squad in naher Zukunft alle verhaftet würden. Offenbar ist dies nicht geschehen. Schon kurz nach den Geschehnissen rund um die Dienste von Sony und Microsoft zeichnete sich die Hackergruppe für weitere DDoS-Attacken auf andere Hersteller wie Lenovo und soziale Netzwerke wie Facebook verantwortlich.

Lizard Squad ist selbst unter Hackergruppen umstritten. So hat eine andere Hackergruppe namens Finest Squad es sich zur Aufgabe gemacht, Lizard Squad zu zerschlagen, indem man versucht, die Identität der einzelnen Mitglieder aufzudecken.

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