One Life ist ein First-Person-Shooter mit einem mehr als realen Bezug: Sterbt ihr in diesem Spiel, könnt ihr es nie wieder starten. Jedenfalls nicht mit eurem Steam-Account. Perma-Permadeath at its best!

Aktuelles - One Life: Call of Duty, my Ass! In diesem Shooter sterbt ihr nur einmal und das war's dann

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Ihr könnt feindliche Spieler sogar gefangen nehmen - und dann erschießen
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Im großen Interview mit Kriminalpsychologin Lydia Benecke stellten wir ihr die Frage: "Was bringt die meisten Spieler in GTA dazu, sich extrem gewalttätig zu verhalten und Chaos anzurichten, auch wenn das Spiel das gar nicht vorgibt?" Hierauf antwortete sie, dass es vor allem die fehlenden Konsequenzen sind, die Spieler dazu verleiten, sich hochgradig aggressiv und gewalttätig zu verhalten.

Im Survival-Shooter One Life für den PC wird der Spieß umgedreht. Es ist die Konsequenz des Perma-Permadeath, der die Spieler dazu bringen soll, von Rambo-Aktionen abzusehen und sorgsam mit sich und den Kameraden umzugehen. In diesem Spiel hat jeder Spieler nur ein einziges Leben. Stirbt man, ist man raus. Kein Warten auf die nächste Runde. Kein Warten, bis der Countdown zum Respawn abgelaufen ist. Keine Rückkehr. Tatsächlich hat der Entwickler das Spiel so programmiert, dass man sich bei einem Ableben nicht mal mehr mit dem eigenen Account in das Spiel einloggen kann.

Im Grunde folgt der russische Entwickler dem Prinzip, das auch schon Robot Loves Kitty in Upsilon Circuit anwendet. Nur, in Upsilon Circuit kann man wenigstens noch als eine Art Geist Rache nehmen und dem Spiel gewissermaßen als Zuschauer folgen. In One Life ist das ganze Spiel vorbei.

"Wenn man in diesem Spiel stirbt, kann man es niemals wieder spielen", so der Entwickler. "Jeder Schritt, den man macht, kann der letzte sein. Die feindlichen Kugeln, der Biss von Infizierten, Hunger, Freunde, die einen hintergehen - die Gefahr lauert hinter jeder Ecke. Seid ihr bereit dem intensivsten und authentischsten Erlebnis in eurem Leben entgegenzublicken?"

Doch man muss sich nicht zwangsweise gegenseitig erschießen. Es stehen auch andere Möglichkeiten zur Verfügung, wie man mit Gegnern umgehen kann: Man kann sie laufen lassen, sie gefangen nehmen, sie bloßstellen [indem man auf sie uriniert] oder man zwingt sie, für einen zu arbeiten. Andererseits bleibt es euch auch frei, sie einfach zu erschießen.

Da man ständig um das eigene Leben fürchten muss, können Teams gemeinsam Trucks bauen, die man zu fahrenden Safe Houses aufrüsten kann. So kann man Nahrung, Waffen und Munition bunkern und selbst die entlegensten Orte erreichen.

10 Dollar will der Entwickler für das Spiel haben. 10 Dollar, die ganz schnell verloren sind. Und will man wieder einsteigen, braucht man weitere 10 Dollar und einen neuen Steam-Account. Ziemlich umständlich, wenn man keine Ahnung vom Überleben hat.

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