US-Präsident Barack Obama warnte davor, dass Entertainment-Produkte Informationen beeinflussen und sie nur noch als Unterhaltung wahrgenommen werden könnten. Dabei sprach er an der Hampton-Universität im US-Bundesstaat Virginia über die Bedeutung der Bildung und erklärte den Studenten, dass eine Demokratie nur dann funktionieren kann, wenn die Bürger richtig informiert wären.

Obama versuchte den Studenten klarzumachen, dass sie in einem Zeitalter leben, in dem jeder 24 Stunden am Tag und 7 Tage in der Woche mit Medien überflutet wird, deren Wahrheitsgehalt jedoch nicht immer hoch sind. "Einige der verrücktesten Behauptungen bekommen schnell ein Eigenleben, wenn sie von bestimmten Blogs und Radiosendern verbreitet werden.", so Obama.

Weiter sagte er: "Mit den iPods und iPads, der Xbox und der Playstation – keines davon kann ich bedienen – wird aus der Information schnell eine reine Ablenkung, eine Form von Unterhaltung statt eines Mittels um Fähigkeiten zu erlangen oder eines Mittels zur Befreiung. All das setzt nicht nur Sie unter Druck, sondern unser Land und unsere Demokratie.“

Im Wahlkampf hingegen sah das schon ganz anders aus. Dort bediente er sich nicht nur dem Internet und sozialer Netzwerke, sondern auch Werbung in Videospielen, darunter Burnout Paradise. Ganz so negativ über Videospiele denkt er allerdings dann doch nicht. Erst kürzlich berichteten wir darüber, dass Obama an einem Politik-Spiel interessiert ist.