Eine Woche nach dem Amoklauf in Norwegen reagierte die Einzelhandelskette Coop Norway und hat 51 für gewaltverherrlichend befundene Spiele wie World of Warcraft oder Call of Duty 4: Modern Warfare aus den Regalen entfernt.

Aktuelles - Norwegischer Händler verbannt nach Anschlägen World of Warcraft und Call of Duty aus dem Sortiment

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/9Bild 8/161/16
"Mit Modern Warfare 2 kann man gut Amokläufe üben", so Breivik.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Der Attentäter, Anders Behring Breivik, soll sich in einem 1500-seitigen Manifest postitiv über World of Warcraft geäußert haben. Mit WoW könne man eine Spielesucht vortäuschen und so Freunde und Bekannte von sich fernhalten.
Außerdem sei Call of Duty: Modern Warfare 2 ein gutes Training, um Amokläufe zu üben, so der Breivik.

Der Direktor von Coop Norway, Geir Inge Stokke, gab folgendes Statement bekannt:

"Wir haben die Entscheidung getroffen, als wir das Ausmaß des Anschlages realisiert haben. Andere eignen sich besser, um die negativen Effekte solcher Spiele hervorzuheben. Momentan reicht es daher für uns aus, diese Spiele wegzupacken. Ich würde mich nicht wundern, wenn andere Spielehändler das Gleiche täten.Wir müssen uns gut überlegen, ob und wann wir solche Produkte wieder ins Sortiment aufnehmen werden. Der finanzielle Aspekt spielt hier allerdings keine Rolle."

Neben World of Warcraft und Call of Duty 4: Modern Warfare wurden auch Homefront, Sniper: Ghost Warrior und andere Call of Duty-Ableger wie Call of Duty: World at War, Call of Duty: Modern Warfare 2 und Call of Duty: Black Ops aus den Regalen genommen.

Eine andere norwegische Handelskette, Spaceworld, weigerte sich, jene Spiele aus dem Sortiment zu nehmen. "Wir sehen keinen Zusammenhang zwischen solchen Spielen und der Tragödie. Es gibt keinen Beleg dafür, dass Spiele allein für solche Vorfälle verantwortlich sind", so ein Vertreter des Unternehmens.