Ein 43-jähriger New Yorker hat den bisherigen Rekord der größten Privatsammlung an Videospielen eingestellt.

Aktuelles - New Yorker besitzt die größte Privatsammlung an Spielen mit über 10.000 Titeln

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Michael Thomasson mit seiner Sammlung (Bild von ap.org)
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Den bisherigen Weltrekord für die größte Privatsammlung an Videospielen hielt der in Florida ansässige Richard Lecce mit 8.616 Spielen. Diesen übertraf nun der New Yorker Michael Thomasson locker mit seiner Sammlung, die 10.607 Spiele beinhaltet, und die ihm nun zwei Seiten im Guinness World Records 2014 Gamer's Edition beschert hat.

Mit dieser Sammlung brach Thomasson nicht nur den Weltekord, sondern bewies sich wohl auch als leidenschaftlichster Sammler von Videospielen, in dessen Sammlung sich nicht nur DVDs und Cartridges befinden.

"Ich habe Spiele auf Cartridge, Laser Disc. Ich habe VHS-basierte Videospiele, kassettenbasierte Videospiele", so Thomasson. Bei so kuriosen Medien ist es klar, dass Thomasson auch die passenden Endgeräte benötigt, um sie abspielen zu können. So besitzt er nicht nur die gängigen Konsolen, sondern auch Konsolen wie die Pippin von Apple, die in seiner Sammlung wohl zum Mainstream gehören sollte, aber auch Raritäten wie die Casio Loopy, eine Konsole, die 1995 in Japan erschien und speziell an Mädchen ausgerichtet wurde.

Seine Liebe gehört aber der Colecovision, für die er als 12-Jähriger ein Spiel zu Weihnachten geschenkt bekam - ohne aber die Konsole selbst zu besitzen. Ein Jahr musste er warten, bis auch sie unter seinem Weihnachtsbaum lag. Der Grund für die Verzögerung: Seine Großeltern, die ihm das Spiel für die Colecovision schenkten, dachten, seine Eltern hätten die Konsole bereits beschafft.

Das war vielleicht der Start seiner Sammelleidenschaft und brachte ihn dazu, jedes Spiel und jede Konsole haben zu wollen, um nie wieder ein bitteres Jahr mit Warten verbringen zu müssen. Allerdings gab es zwei Mal eine Unterbrechung. Das erste Mal verkaufte er seine Sammlung 1989, um sich Geld für die Sega Genesis [Mega Drive] zu beschaffen. Und ein zweites Mal 1998, um seine Hochzeit zu bezahlen.

Seitdem hat er allerdings viel Zeit und Geld darin investiert, seine Sammlung wieder auf Vordermann zu bringen. Jedoch setzte er sich ein jährliches Limit von maximal 3.000 Dollar, die ihm im Schnitt ausreichten, um sich pro Tag knapp zwei Spiele zu leisten. Seine jetzige Sammlung von 10.607 Spielen schätzt er auf einen Wert von 700.000 bis 800.000 Dollar.

Verständlich, dass er bei dieser Menge kaum Zeit zum Spielen hat. Thomasson schätzt, dass er pro Woche vielleicht drei Stunden mit dem Spielen verbringt. Die restliche Zeit gehört wohl seiner Familie und seinem Job - Thomasson ist Spieledesigner und lehrt auch an einem College in Buffalo.

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