Gerade in den letzten Monaten konnte man immer wieder beobachten, dass Spiele wie Die Sims 3 noch Wochen vor dem offiziellen Release illegal im Internet auftauchten. Um solchen Pannen entgegen zu wirken, prüft die Entertainment Merchants Association neue Möglichkeiten. Eine dieser Möglichkeiten hört auf den Namen Projekt Lazarus.

Projekt Lazarus ist kein Kopierschutz auf Software-Basis, sondern eine technische Umsetzung für optische Datenträger. Zum Einsatz kommt die Benefit Denial-Technologie, die Datenträger vor dem offiziellen Erscheinungsdatum unbrauchbar macht. Sollte also ein Mitarbeiter ein neues Spiel oder einen Film aus dem Presswerk mitgehen lassen, wird er mit seiner Beute nichts anfangen können.

Spiele, Software oder Filme werden im gesperrten Zustand ausgeliefert, der erst deaktiviert wird, sobald der jeweilige Datenträger bezahlt und mit einem Aktivierungscode bearbeitet wurde. Noch ist allerdings unklar, wie diese Technik funktionieren soll. Derzeit befindet sich das Konzept in der Testphase. Der Xbox-Manager Thomas Kritsch äußerte sich kritisch zu dem Thema, da man keine Mehrkosten an die Kunden weiterreichen möchte.