Der Vorratsdatenspeicherung sei Dank: Wie die Frankfurter Rundschau berichtet, können Anwälte der Film- und Musikindustrie mit einem neuen Kniff jetzt ganz einfach Zugriff auf die IP-Adressen von Tauschbörsen-Nutzern bekommen, der ihnen eigentlich nicht gestattet sein sollte.

Die findigen Winkeladvokaten strengen zunächst massenweise Verfahren gegen die Inhaber von IP-Adressen an, die Filesharing betreiben. Stellt die Staatsanwalt die Verfahren wegen Geringfügigkeit ein, so macht das gar nichts: In ihren Unterlagen stehen Namen und Anschriften der Inhaber, welche die Rechtsanwälte natürlich dann nutzen.

Wenig später trifft bei den Filesharern eine Unterlassungerklärung ein, viele müssen auch eine Geldstrafe von 3500 Euro zahlen. Die Berliner Koalition hatte bei der Unterzeichnung des Gesetzes zur Vorratsdatenspeicherung behauptet, dass Privatfirmen keinen Zugriff auf die Daten der Bürger haben. Über diesen Weg ist es jetzt allerdings möglich.