Der immense Erfolg der Android-Konsole Ouya auf Kickstarter, mit satten 8,5 Millionen Dollar Einnahmen von eigentlich knapp 1 Millionen verlangten Dollar, hat nicht nur Entwickler Boxer8 beflügelt, sondern auch Nachahmer, die auf der 'Konsole auf Android-basis'-Welle mitschwimmen wollen. Diese Versuche können mehr als dilettantisch aussehen, so zum Beispiel das OTON X von EnGeniux inklusive Kickstarter-ähnlicher Homepage, um Geld einzutreiben oder aber, wie in Form der eSfere, tatsächlich als Alternative in Betracht kommen.

Während die Ouya-Konsole als Ziel eine Exklusivität anstrebt, mit eigenem Ouya-Store und exklusiven Spieletiteln, soll eSfere es in erster Linie ermöglichen, Android-Spiele auf dem weit größeren Fernsehbildschirm zu zocken. Exklusivität steht hier also Kompatibilität gegenüber. Doch braucht die Welt eine weitere Android-Konsole? Ja, sagen die Entwickler von eSfere und bringen auch gleich schlagfertige Argumente hervor.

So ist die eSfere in Sachen Technikausstattung sogar besser gerüstet als Ouya. Neben einem Tegra3-Quadcore-Prozessor, verfügt die eSfere über 2 GB Arbeitsspeicher und 16 GB internem Flashspeicher. Genügend Power also, um sicherzugehen, dass auch die hardwarehungrigsten Spiele ruckelfrei und in bester Grafikpracht in Full-HD 1080p dargestellt werden können. Als Betriebssystem soll später auf den fertigen Konsolen Android 4.1 Jelly Bean zum Einsatz kommen.

Zwei USB-Ports, Bluetooth, Wi-Fi und HDMI sorgen für genügend Konnektivität. Und sollte der Platz ausgehen, gibt es eine externe 128 GB Festplatte, die man ganz geschickt unter der Konsole platzieren kann. Natürlich perfekt an das Design der eSfere angepasst.

Design ist auch das Stichwort bei der eigentümlichen Form der Konsole, die in sieben verschiedenen Farben ausgeliefert werden soll. Und sollte man, warum auch immer, seine Spieleleidenschaft vor Leuten verstecken wollen, gibt es drei verschiedene Aufsätze, die aus der Konsole eine Vase machen - wer braucht da schon Transformers?

Der besondere Clou an eSfere ist allerdings nicht die Konsole selbst, sondern, ähnlich wie bei der Wii U, das Gamepad. So soll auch die eSfere über ein kabelloses Gamepad mit Touchscreen verfügen. im Gegensatz zu Nintendo will man hier allerdings auf ein Multitouch-Screen setzen, welches auch gleich durchaus wichtige Features ermöglicht, die für Spieler unabdingbar sind.

So lassen sich, je nach Bedarf, Buttons, D-Pad und sogar Analogsticks anbringen, die vertraute Gamepads simulieren und Leuten, die das Spielen auf Touchscreens hassen, damit die Möglichkeit geben, ihre Gamepads frei zu konfigurieren, um sich eine vertraute und bequeme Spieleumgebung zu erschaffen.

Aber nicht nur zum Spielen soll die Konsole taugen, auch Filme und Musik soll sie abspielen und zudem das Surfen im Internet ermöglichen. Ein wahres Multimedia-Wunder also.

Zur Zeit versuchen die Entwickler auf Indiegogo noch die veranschlagten 390000 Dollar einzusammeln, wovon in diesem Moment knapp 1100 Dollar gesichert sind. Es bleiben noch 39 Tage bis zur Deadline. Mal sehen, ob sich das Projekt finanzieren lässt.

Es bleibt also bei der Frage, ob die Welt noch eine weitere Android-Konsole braucht. Interessant ist das Projekt allemal. Da wäre ja noch die Steam-Box von Valve. Aber die ist schon ein ganz anderes Kaliber.

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