Nach dem Amoklauf vergangene Woche an einer US-Grundschule dienen vor allem Videospiele wieder als Zielscheibe (wir berichteten). Um das Thema näher zu untersuchen, wollen US-Senatoren nun eine großangelegte Studie von der National Academy of Sciences durchführen lassen.

Das Ergebnis soll in rund 18 Monaten vorliegen, wobei die Studie zu Tage fördern soll, ob bestehende bzw. zukünftige Charakteristika von Videospielen einen gewissen Einfluss auf Kinder haben. Hier wolle man vor allem die "interaktive Natur und die außerordentlich persönliche und lebendige Form" beleuchten, mit welcher Gewalt in Spielen dargestellt werde.

Letztendlich will man untersuchen, ob gewalthaltige Spiele Kinder dazu verleiten können, eine aggressive Art und Weise an den Tag zu legen bzw. ob diese irgendwelche Schäden im kognitiven Bereich anrichten können.

Senator Jay Rockefeller erklärte: "Aktuelle Entscheidungen der Gerichte zeigen, dass es manche Leute noch immer nicht verstehen. Sie denken, Gewaltspiele seien nicht gefährlicher für jüngere als klassische Literatur oder Cartoons am Sonntagmorgen."

Rockefeller ist der Ansicht, dass sich zudem die Federal Trade Commission (FTC) und die Regulierungsbehörde FCC (Federal Communications Commission) mehr damit beschäftigen müssen, auch wenn diese schon Folgeabschätzungen abgegeben hätten.

Solch eine Studie sei wichtig, da die Jugendlichen / Kinder in der heutigen Zeit viel einfacher auch ohne elterlicher Kontrolle im Internet an Inhalte für Erwachsene gelangen können. Gleichzeitig verweist er auf die Verwantwortung der Spielebranche bei dem Thema, verspricht im Rahmen der Studie aber auch respektvoll damit umzugehen.