Mythic Entertainment, Entwickler des Online Rollenspiels Dark Age of Camelot, kritisiert ungewohnt offen den Konkurrenten Sony. Dieser hat erst kürzlich bekannt gegeben ( wir berichteten), dass man den Handel mit Gegenständen aus dem MMORPG Everquest 2 in Zukunft legalisieren wird. Zu diesem Zweck will Sony ab Juni eine eigene Auktionsplattform zur Verfügung stellen, die den Spielern das bequeme Kaufen und Verkaufen von Gegenständen ermöglichen soll.

Mythic kritisiert diese Entscheidung nun scharf. Marc Jacobs, Chef des Unternehmens bezeichnete dies gegenüber dem Onlinemagazin " GameDaily" als "eine der schlechtesten Entscheidungen in der Geschichte der Online Rollenspiele". Jacobs zeigte sich "enttäuscht darüber", dass ein führender Hersteller von Online Rollenspielen einen Weg beschreitet, der bisher als undenkbar galt. Auch die Tatsache, dass Sony nun nicht nur den Handel mit Gegenständen und der Spiel-Währung unterstützen wird, sondern auch daran mitverdienen will, stößt Jacobs bitter auf. Gleichzeitig stellte Jacobs fest, dass sein Unternehmen an der bisherigen Politik festhalten werde und lieber auf Geld verzichten wolle, als sein Spiel zu einer Auktionsplattform verkommen zu lassen.

Sony antwortete nicht direkt auf diese Vorwürfe, beharrt allerdings darauf, einen Weg zu gehen, der voll und ganz auf das Wohl eigenen Kundschaft ausgerichtet sei. Jedes MMORPG müsse die Bedürfnisse seiner Spieler befriedigen, mit diesem Schritt möchte das Unternehmen die Zufriedenheit der Everquest-Community vergrößeren und sieht die Möglichkeit virtuelle Gegenstände für reales Geld zu (ver-)kaufen, als einen optionalen Weg an, Everquest zu spielen.