Nach einem Report der Analysten DFC Intelligence wird der chinesische Markt für Onlinespiele bis zum Jahr 2010 einen gehörigen Wachstumsschub erleben. Demnach wird der Umsatz von heute 580 Mio. Dollar auf etwa 1,7 Mrd. Dollar steigen. In dieser Prognose werden nur reine Onlinespiele wie World of Warcraft berücksichtigt, allerdings weisen die Marktforscher auch auf das problematische Umfeld in China hin.

"Aufgrund von Piraterie-Befürchtungen ist China dazu gezwungen, ganz neue Wege zu beschreiten und Business-Modelle für Videospiele zu entwickeln", sagte Alexis Madrigal, Hauptautor des Reports. "Der Spielemarkt in China wird von Onlinespielen dominiert, die nach Nutzung abgerechnet werden können. Außerdem ist da ein sogar noch wachsender Markt für virtuelle Gegenstände wie Waffen und auch Spiel-Charaktere."

Die größten Probleme für das Games-Business ergeben sich demzufolge aufgrund von Software-Piraterie, der überregulierenden Regierung sowie einer wachsenden Konkurrenzsituation im Reich der Mitte. Eine Goldgrube sei China deshalb, wenn überhaupt, nur für eine beschränkte Zeit.