Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe, zumindest für Minecraft-Fans: Markus "Notch" Persson hat sein ambitioniertes "Minecraft im Weltall"-Projekt 0x10c eingestellt. Nun reichte er auf seiner Seite eine Erklärung nach, wieso er sich für die Einstellung des Projekts entschieden hat.

Aktuelles - Minecraft-Erfinder Notch möchte kleinere Spiele entwickeln, die auch scheitern können

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Fans wollen 0x10c übernehmen
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Es sei immer sein Wunsch gewesen, große Spiele zu entwickeln. Spiele, in denen man wirklich alles tun kann, was man will und die den Spieler weder durch unsichtbare Grenzen noch durch eine Story beschränkten.

Minecraft ist so ein Spiel. Und Minecraft machte Persson reich und berühmt. Aber wie es sich nun mal mit dem Erfolg verhält, spürte Persson auch bald den Druck, der damit auf ihm und seinen zukünftigen Projekten lastete. Vor allem auf 0x10c, seinem "Weltall-Minecraft".

"Es war ziemlich ambitioniert, aber ich war mir wirklich sicher, dass ich es packen könnte. Und abgesehen davon, wenn es nicht klappt, was solls? Viele meiner Prototypen fallen durch, bevor sie irgendwo angelangen."

Womit er aber nicht gerechnet hatte, war das enorme Interesse der Öffentlichkeit an allem, was er nach Minecraft anging. Seine Tweets wurden zu Spiele-News und auf einmal lastete ein enormer Druck auf all seinen Ideen und Prototypen, dass er keinen Spaß mehr an ihnen hatte. Persson überlegte gar, ganz mit der Spiele-Entwicklung aufzuhören.

Was 0x10c anbelangte, hörte er im Laufe der Entwicklung einfach auf, das Projekt weiterzuverfolgen. "Vor kurzem, als ich Team Fortress 2 streamte, wurde ich nach dem aktuellen Stand von 0x10c gefragt. Ich sagte, dass ich nicht daran arbeiten würde und daraus wurde dann eine Schlagzeile. Ich verstehe warum, und es sollte mich auch nicht überraschen, aber ich möchte wirklich, wirklich nicht zu einem weiteren, visionären Spieledesigner werden, der nicht liefert, was er verspricht. Die Spielewelt hat schon zuviele von dieser Sorte."

Obwohl er seine Arbeit an 0x10c eingestellt habe, sei er enorm erfreut darüber, dass Fans das Projekt unter dem neuen Titel Project Trillek weiterführen wollen. Er wolle das Spiel unbedingt spielen, aber er sei nicht mehr die geeignete Person, um dieses Spiel zu entwickeln.

Viel mehr Freude und Spaß habe er darin, kleinere Spiele zu entwickeln. Spiele, die auch scheitern können. So entwickelte er im Rahmen des 7 Day FPS, einem Wettbewerb, in dem Spiele-Entwickler innerhalb von sieben Tagen einen First-Person-Shooter entwickeln mussten, den Zombie-Shooter Shambles auf Basis der Unity-Browser-Engine.

Das Spiel könnt ihr auf dieser Seite spielen.

Für Persson war die Arbeit eine der besten Erfahrungen der letzten Monate. Auch in Zukunft wolle er sich auf kleinere Spiele konzentrieren, Spiele streamen und persönlich mit den Spielern sprechen.