Nintendos Präsident und CEO Satoru Iwata ist vergangenen Samstag verstorben. Viele haben ihren Beileid bekundet, darunter auch sehr viele Kollegen aus der Videospielindustrie. Auch Michael Pachter, einer seiner größten Kritiker meldete sich zu Wort und gab zu, in der Vergangenheit respektlos ihm gegenüber aufgetreten zu sein.

Aktuelles - Michael Pachter gibt zu, dass er respektlos gegenüber Satoru Iwata gewesen war

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Wedbushs Analyst Michael Pachter
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Satoru Iwata ist tot. Der beliebte Präsident und CEO von Nintendo ist vergangenen Samstag einem Krebsleiden erlegen. Die Anteilnahme an seinem Tod ist riesig. Nicht nur Fans und Kollegen zeigten sich betroffen und erwiesen ihm eine letzte Ehrerbietung, auch Kritiker meldeten sich zu Wort und zeigten sich versöhnlich.

Allen voran Wedbush-Analyst Michael Pachter. In der Vergangenheit kritisierte er die Unternehmenspolitik Nintendos. Es sei vonnöten, dass man zugebe, eine falsche Hardware-Strategie gefahren zu haben. Erst dann sei es möglich, sich aus der Schlinge zu befreien. Doch Nintendo verhalte sich wie ein Alkoholiker, der nicht zugeben wolle, Fehler gemacht zu haben.

Iwata selbst bezeichnete er als "ziemlich schlechten CEO". "Ich finde, er hat einen sehr schlechten Job bei der Unternehmensführung geliefert. Ich habe eine neutrale Bewertung an Nintendo vergeben, aber ich muss dazu sagen, dass es nur daran liegt, dass Nintendos Cash-Bestand seinen derzeitigen Aktienkurs stützt. Es ist ein schlechtes Unternehmen, das kein Geld macht", so Pachter Anfang 2013.

Nintendos Engstirnigkeit und mangelnde Bereitschaft, sich dem Markt anzupassen sehe er mit Iwatas schlechter Unternehmensführung als Grund dafür, dass sich Nintendo in naher Zukunft von seinem Hardware-Geschäft verabschieden müsse.

Doch der Tod von Iwata nahm wohl auch Pachter mit und so zeigte er sich versöhnlich:

"Ich war immer sehr kritisch gegenüber Iwatas Führungsstil und ich werde nicht so tun, als wäre ich es nicht gewesen. Nichtsdestotrotz hat mich sein Ableben sehr mitgenommen."

"Es nützt nichts, meine vergangene Kritik zu verleugnen [...] und es wäre unaufrichtig zu sagen, dass ich ein Fan gewesen wäre. Ich war keiner, aber ich habe ihm nie Böses gewünscht."

Pachter habe erkannt, dass seine Kritik zeitweise sehr respektlos gegenüber Nintendo und vor allem Iwata gewesen sei und wollte sich auf diesem Wege entschuldigen.

"Nintendo hatte einen unglaublichen finanziellen und kreativen Lauf unter Satoru Iwatas Führung. Er wird der Videospielindustrie fehlen."

Aber Pachter hat Nintendo nicht immer nur kritisiert. Ende 2014 gab es sogar Lob während der Game Awards in Las Vegas. So lobte er Nintendos Zelda Wii U-Präsentation.

Lest hierzu auch unseren Nachruf auf Satoru Iwata und seht, wie sich das Netz von Nintendos Präsidenten verabschiedet.