Die fünfte Episode von Pachter Factor ist für Abonnenten freigeschaltet und darin spricht Wedbush-Analyst Michael Pachter über den Status quo von Microsoft und ihrer Xbox One. Seiner Meinung nach gebe es nichts, was die Redmonder tun könnten, um zur PS4 von Sony aufzuschließen.

Aktuelles - Michael Pachter: Es gibt nichts, was Microsoft tun kann, um zu Sony aufzuschließen

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Michael Pachter gibt mal wieder seine Prognosen zum Besten
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Eines kann Wedbush-Analyst Michael Pachter ganz besonders gut: polarisieren. Und was er in der fünften Episode seiner Bezahlshow Pachter Factor über Microsofts Xbox One zu sagen hatte, wird den Xbox One-Fans nicht gefallen.

Was Microsoft tun kann? "Nichts"

Die Frage, die zu seiner Aussage führte, lautete: "Was kann Microsoft zu diesem Zeitpunkt tun, wenn überhaupt, um die Lücke zwischen der Xbox One und der PS4 zu schließen?"

"Nichts", so Pachters lapidare Antwort. Immerhin befinden wir uns mittlerweile bereits zwei Jahre inmitten des Lebenszyklus' beider Konsolen. Während Sony erst kürzlich von über 30 Millionen verkaufter Exemplare sprach, kann man bei Microsoft nur schätzen, dass bislang in etwa 15 Millionen Exemplare verkauft wurden. Sony hat also demnach doppelt so viele Konsolen an den Mann und die Frau gebracht. Dies aufzuholen käme einer Mammutaufgabe gleich.

Das käme aber nicht von ungefähr, so Pachter. Es mag zwar stimmen, dass es in der letzten Konsolengeneration zwischen der Xbox 360 und der PS3 zu einem regelrechten Kopf-an-Kopf-Rennen kam, schaut man sich aber die Verkäufe von rund 170 Millionen PS2 eine Generation zuvor an, dann sei der Grund für den Erfolg schnell gefunden. "Wir sollten bei jedem Start eines Konsolenzyklus davon ausgehen, dass Sony Microsoft im Verhältnis 2 zu 1 ausstechen wird, ganz einfach, weil es doppelt so viele Leute gibt, die wissen, wie ihre Konsole lautet."

Microsofts Kampf ist bemerkenswert

Dennoch sei es geradezu bemerkenswert, dass sich Microsoft angesichts dieser Ausgangslage so gut halte. "Meiner Einschätzung nach wird Microsoft alles geben, um den US-Markt zurückzugewinnen und sie werden dabei höchstwahrscheinlich versagen. Sie werden hoffen, international zu gewinnen und hier werden sie definitiv scheitern."

Eine dieser Offensiven sind die zahlreichen Xbox One-Bundles, die Microsoft zum diesjährigen Weihnachtsgeschäft anbietet. Damit konnte man beim traditionell umsatzstärksten US-Verkaufstag, dem Black Friday, fast mit Sony gleichauf ziehen. Allerdings hatte Microsoft im Vorjahr dank einer Preissenkung der Xbox One noch die eindeutige Führung am Black Friday einnehmen können. Diesen Vorsprung gab es dieses Jahr nicht, Sony ist längst mit einer Preissenkung nachgezogen.

Den Unterschied müsste eigentlich die Software, sprich, die Spiele ausmachen, doch laut Pachter unterscheiden sich zumindest die First-Party-Titel beider Lager kaum voneinander, um hier als Zünglein an der Goldwaage zu fungieren.

Trotz allem seien beide Konsolen enorm erfolgreich. "Solange sie Profit machen und sie eine Menge Xbox One-Konsolen verkaufen, haben sie gewonnen."

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