Das Einzige, was von der diesjährigen Video Game Awards 2012 in Erinnerung geblieben ist, war die Weltpremiere von The Phantom Pain. Angeblich ein neues Game von dem ebenso neuen, schwedischen Entwicklerstudio Moby Dick Studios.

Aktuelles - Metal Gear Solid V könnte ein PS Vita-Titel werden

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"Warum nur so kompliziert?"
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Doch schnell entbrannte eine hitzige Diskussion darüber, ob es sich bei dem Gezeigten nicht in Wahrheit doch um Metal Gear Solid V handelte und Hideo Kojima, Vater der Reihe, die Welt mal wieder an der Nase herumführe. Wilde Spekulationen, aber auch trifftige Gründe und wichtige Hinweise taten sich bislang auf (wir berichteten), aber noch ist die Wahrheit nicht definitiv ans Licht gekommen.

Auch schon hier ging unter den Lesern das Gerücht um, doch Push Start Select vermutet fast schon glaubhaft, dass Metal Gear Solid V womöglich sogar ein Titel für die Playstation Vita werden könnte. Dabei nennen sie einige Anhaltspunkte, die in diese Richtung deuten würden.

Zuallererst würde natürlich das Visuelle auffallen. Zwar sei klar, dass The Phantom Pain auf derselben Engine basiere, wie Metal Gear Solid: Ground Zeroes, aber die Fox Engine kommt hierbei einfach nicht richtig zum Zug. Wenig Details, schwache Texturen und was besonders auffiele, Modelle mit wenig Polygonenzahl, sichtbar an kantigen Figuren, was nur bedingt durch geschicktes Lighting kaschiert würde.

In der Umgebung würde es ebenfalls an Details und Gegenständen fehlen und was vorhanden wäre, würde sehr detailarm dargestellt ohne jegliche Plastizität.

Dann wären da die offiziellen Screenshots, die im Original allesamt eine Auflösung von 960 x 540 Pixeln besäßen. Die Playstation Vita hat eine native Auflösung von 960 x 544 Pixeln. Wäre es bei einem Titel für die Current-Generation Konsolen oder gar Next-Generation Konsolen nicht ratsamer, HD-Material mit höherer Auflösung anzubieten, statt in einer Auflösung, die ungefähr der PS Vita enspricht? Selbst die Screenshots zu Metal Gear Solid: Ground Zeroes hätten eine Auflösung von 1280 x 720 Pixeln gehabt.

Als Hideo Kojima die Fox-Engine präsentierte, nutzte IGN die Gunst der Stunde und befragte den Meister höchstpersönlich. Immer wieder betonte Hideo Kojima, dass die Fox-Engine Multiplattform-fähig sei und für alle möglichen Plattformen konzipiert sei. Gegen Ende des Interviews jedoch, sagt er folgenden Satz, "Mein nächstes Game wird ein Multiplattform-Titel sein und Transfarring unterstützen." (Anm: Transfarring ist eine Methode, die von Hideo Kojima konzipiert wurde, um Speicherstände von einer Plattform auf die nächste zu transferieren, um dort mit dem Speicherstand fortzufahren. Beispielsweise ließe sich damit ein Speicherstand von der PS3 auf die PS Vita verlegen, um das zuvor auf der PS3 gespeicherte Spiel nun auf der PS Vita fortzuführen.)

In einem weiteren Interview erwähnt Hideo Kojima, "Wir planen in naher Zukunft diese Transfarring Methode in allen unseren Hauptmarken anzuwenden. Ihr werdet also ein Game von Kojima Productions für die PS3 kaufen, während es zusätzlich eine PS Vita-Version geben wird, um das Game auch unterwegs zu zocken."

Da Hideo Kojima ein großer Fan des Playstation Vitas sein soll, wäre der Gedanke also garnicht mal so abwegig.

Zum Schluss sei noch erwähnt, dass Hideo Kojima bislang immer gewöhnliche Zahlen verwendet hat, um seine Games zu beziffern. Dass er nun auf V, der römischen Zahl für 5 zurückgreife, könne ja demnach nur bedeuten, dass er etwas mit der PS Vita vorhat.

Falls dies stimmt, kann das ja nur gut für die PS Vita sein. Vielleicht erhält Sonys angeschlagener Handheld dann endlich mal eine Killer Application? Und falls das alles doch nur als Gerücht verbleibt, interessant war es allemal.