Bekanntermaßen konnte man Dienstag bei Media Markt einen Fernseher kostenlos erstehen - vorausgesetzt Deutschland wird Europameister. Die Aktion fand großen Anklang und führte teilweise zu einem Anstieg des TV-Geräte-Absatzes um 200 %. Aber wieder einmal stellt sich einer Rabatt-Aktion ein deutsches Gericht in den Weg.

Wie Spiegel Online meldete, hat das Hamburger Landgericht bereits am 1. Juni drei Hamburger Media-Markt-Filialen die Sonderaktion mit Hinweis auf unlauteren Wettbewerb durch eine einstweilige Verfügung verboten.

Hinter der Verbotsaktion steckt maßgeblich der Anwalt Friedhelm Faust, der im Auftrag des Hamburger Vereins für lauteren Wettbewerb handelte. Das Verbot rechtfertigt er damit, dass gesetzestreue Einzelhändler durch solche Aktionen großer Schaden entstehe. Angeblich soll das Verbot auch dem Kunden dienen.

Diese Gründe sind aber zumindest fragwürdig, wenn man weiß, dass hinter diesem Verein Größen wie der Otto-Versand und Karstadt stehen - ein gezielter Hieb auf den Konkurrenten Metro (zu dem Media Markt gehört) scheint viel wahrscheinlicher. Und auch, dass das Verbot dem Kunden nütze, halte ich für falsch. Ein Fernseher umsonst ist schließlich nie verkehrt, oder?