Er war der Favorit, nun ist Magnus Carlsen neuer Schachweltmeister. Er konnte sich gegen den Inder Viswanathan Anand durchsetzen und in der letzten Partie nach etwa 4:45 Stunden und 64 Zügen ein Unentschieden holen. Damit erreichte er die benötigten 6,5 Punkte, um die Weltmeisterschaft im Schach zu gewinnen. Anand kam auf 3,5 Punkte und konnte keine einzige Partie gewinnen.

Das Spiel lief zu Beginn sehr schnell und war größtenteils ausgeglichen. Anand setzte auf eine offensive Taktik bzw. die sizilianische Verteidigung, während Carlsen die Rossolimo-Variante nutzte. Carlsen hätte mehrfach einen Remis spielen können, war aber weiter auf den Sieg fixiert.

"Ich versuchte ein solides Spiel aufzuziehen. Ich die Partie gewinnen, dabei aber kein großes Risiko eingehen. Das hat nicht funktioniert, dann habe ich auf Unentschieden gespielt", so der Weltmeister.

Das Turnier war übrigens sogar das kürzeste, das jemals während der WM stattfand. Die ersten Partien gingen unentschieden aus, drei konnte Carlsen gewinnen. Mit dem Sieg ist Carlsen nicht nur der zweitjüngste Weltmeister der Geschichte, sondern auch der erste westliche Schachweltmeister seit Bobby Fisher im Klassenkampf Ost gegen West.